Donnerstag, 19. November 2020
Kategorie: Medieninformationen

Land fördert Breitbandausbau in Friedrichshafen

Nachdem der Bund bereits 2019 die Förderung des Breitbandausbaus in Friedrichshafen bestätigte, hat jetzt auch die Landesregierung eine Förderung von insgesamt rund drei Millionen Euro zugesagt.

Der Bund finanziert damit die Hälfte des Breitbandausbaues, das Land 40 und die Stadt Friedrichshafen zehn Prozent der Gesamtkosten.

Mit den zusätzlichen Landesfördermitteln – Teil des Breitband-Förderprogramms des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration – kann die Stadt die Breitband-Infrastruktur überall dort verbessern, wo die Telekommunikationsanbieter in den nächsten drei Jahren keine Bandbreite von mindestens 30 Mbit in der Sekunde (Mbit/s) anbieten werden. Das sind, bedingt durch die Fördervoraussetzungen, fünf Schulen verschiedener Träger, das Klinikum Friedrichshafen sowie 200 Haushalte und andere Teilnehmer, die ans Glasfasernetz angeschlossen werden können.

„Die Förderungen des Bundes war der erste große Schritt, um ganz Friedrichshafen mit schnellem Internet zu versorgen. Mit der Zusage des Landes, weitere 40 Prozent der Ausbaukosten zu übernehmen, kann es jetzt richtig losgehen“, sagt Bürgermeister Dieter Stauber, zu dessen Dezernat der Aufgabenbereich gehört. „Weil viele der städtischen Schulen für die Förderung schon zu gut ans Netz angebunden waren, hat sich die Stadt eine eigene Lösung überlegt und sorgt an den Schulen jetzt mit eigenen Glasfaserleitungen für schnelles Internet.“ 

Die Kosten für den Breitbandausbau

Die Kosten für den Ausbau der fünf Schulen und des Klinikums Friedrichshafen belaufen sich auf insgesamt 900.000 Euro. Davon übernimmt der Bund 450.000 Euro, das Land 360.000 Euro und die Stadt 90.000 Euro.

Die Kosten für den Ausbau sogenannter weißer Flecken belaufen sich auf insgesamt 6.659.858 Euro. Davon übernimmt der Bund 3.329.929 Euro, das Land 2.663.943,20 Euro und die Stadt 665.985,80 Euro.

Beim Ausbau der Breitbandinfrastruktur darf die öffentliche Hand nur begrenzt mit staatlichen Zuschüssen in den ansonsten freien Markt eingreifen. Zum Beispiel dürfen nur weiße Flecken gefördert werden: Das sind Regionen, in denen die Breitbandverfügbarkeit unter 30 Mbit im Download liegt und die nicht zeitnah von einem Anbieter ausgebaut werden. Mit dem sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenmodell wird ein Anbieter dann durch die Förderung in die Lage versetzt, Adressen mit Glasfaser zu versorgen, die sich sonst nicht wirtschaftlich anschließen ließen.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt dafür die Grundlage geschaffen und gemeinsam mit einem externen Dienstleister alle Anbieter angefragt, um die weißen Flecken beim Breitbandausbau in Friedrichshafen zu ermitteln. Dabei wurden einige Standtorte identifiziert, bei denen eine bessere Internetversorgung notwendig ist. Bei weiteren Standorten erklärte die Deutsche Telekom AG verbindlich, dass das Netz in den nächsten drei Jahren ausgebaut wird. Lediglich ein weißer Fleck, der bei einer Befragung der Bürgerinnen und Bürger entdeckt wurde, war nicht bekannt und wurde ergänzt.

So geht es weiter

Aktuell werden noch Angebote der Bieter angefragt. Anfang Januar könnte der endgültige Fördermittelantrag gestellt werden, Baustart wäre dann voraussichtlich im April 2021 – je nachdem, wie sich auch die pandemiebedingte Lage entwickelt.