Montag, 04. Oktober 2021

Kreisimpfzentrum beendet Betrieb

Mit dem September endete im Bodenseekreis auch ein außergewöhnlicher medizinischer Einsatz: Das Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Messe Friedrichshafen hatte am 30. September 2021 seinen letzten Betriebstag.
Mitarbeitende des Kreisimpfzentrums verabschieden sich winkend. Foto: Landratsamt Bodenseekreis
Abschiedsgruß nach der letzten Schicht im Kreisimpfzentrum Bodenseekreis in der Messe Friedrichshafen: Stellvertretend für rund 650 Mitwirkende an diesem Großprojekt bedanken sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisimpfzentrums, der Messe und des Landratsamts für das Vertrauen bei über 100.000 Impfungen. Foto: Landratsamt Bodenseekreis

180 Menschen nutzten am Donnerstag noch die Möglichkeit, hier eine Corona-Schutzimpfung zu erhalten. Insgesamt haben das KIZ und seine mobilen Impfteams seit Ende Januar dieses Jahres an 251 Einsatztagen 105.884 Impfungen verabreicht. Rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin haben in dieser Zeit an diesem Großprojekt mitgewirkt.

„Das Kreisimpfzentrum war ein echter Kraftakt, der in der Geschichte des Landkreises Seinesgleichen sucht. Er war aber richtig und wichtig, denn ohne die Impfzentren wäre es nicht gelungen, so viele Menschen innerhalb weniger Monate zu impfen“, sagt dazu Landrat Lothar Wölfle. „Ich bin überaus dankbar für den enormen Einsatz der vielen Hundert Menschen, die das möglich gemacht haben. Es waren dazu unzählige Überlegungen, Planungen und Handgriffe erforderlich, angefangen bei den medizinischen Tätigkeiten, über die Administration und Organisation bis hin zur Patientenbetreuung, Reinigung und Sicherheit. Dazu zählt aber auch die Leistung des Teams der Messe Friedrichshafen, das den schnellen Aufbau und die aufwendige Personalorganisation übernommen hat sowie nicht zuletzt des eigens hierfür eingerichteten Krisenstabsbereichs im Landratsamt, das den Betrieb trotz sich ständig ändernder Vorgaben durch das Land gewährleistet hat. Dieser Einsatz war ein sehr wichtiger Eckpeiler bei der Bewältigung der Pandemie hier im Landkreis“, erklärt der Landrat.

Das Kreisimpfzentrum hatte am 22. Januar 2021 den Betrieb aufgenommen. Die Vorbereitungen dafür begannen bereits im Dezember, noch vor Zulassung des ersten Impfstoffs. Die Arbeit stand zunächst unter dem Vorzeichen mangelnder Impfstoffverfügbarkeit und berechtigter Unzufriedenheit mit dem landesweiten Terminbuchungssystem. Im Vollbetrieb arbeitete das KIZ dann in täglich zwei Schichten an sieben Tagen in der Woche und versorgte täglich etwa 800 Menschen mit einer Corona-Schutzimpfung. Hinzuzuzählen ist auch die Arbeit der beiden mobilen Impfteams des KIZ, die an 156 Tagen im Einsatz waren. Ab Juli gab es im KIZ und an zentralen Standorten in Friedrichshafen und Überlingen offene Impfangebote ohne Termin. Der Betrieb des Kreisimpfzentrums und der mobilen Impfteams hat ohne die Kosten für die Impfstoffe insgesamt rund 6,5 Millionen Euro gekostet. Land und Bund tragen diese Kosten.

Landeseinheitlich haben in Baden-Württemberg alle Impfzentren spätestens zu Ende September ihre Pforten geschlossen. Die Corona-Schutzimpfung (Erst-, Zweit- und Auffrischimpfung) gibt es nun primär in den hausärztlichen beziehungsweise allgemeinärztlichen Praxen. Der Termin hierfür sollte mindestens zwei Wochen vor der fälligen Impfung mit der ärztlichen Praxis vereinbart werden. Nur so kann die Praxis die nötigen Impfstoffmengen bestellen und die Impfungen sinnvoll planen. Wer keine hausärztliche Praxis hat, kann auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg die nächstgelegene Corona- Schwerpunktpraxis finden, um einen Impftermin zu vereinbaren: www.kvbawue.de/index.php?id=1102

Informationen, aktuelle Zahlen und Links zum Thema Corona und Impfung bietet das Landratsamt unter www.bodenseekreis.de/corona

Quelle: Landratsamt Bodenseekreis