Freitag, 21. Januar 2022

Kindheit unter Corona

Oberbürgermeister Andreas Brand
Porträt Andreas Brand

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit knapp zwei Jahre bestimmt Corona unser Leben. Zwei Jahre mit immer neuen Varianten, neuen Wellen, neue Herausforderungen und neuen Konsequenzen. Im Leben von Kindern und Jugendlichen ist das eine halbe Ewigkeit. Und darüber hinaus eine stark verunsichernde Zeit, in der geöffnete Schulen und Kitas Sicherheit darstellen. Daher bin ich sehr dankbar, dass in Friedrichshafen nach den Weihnachtsferien trotz Omikron und steigender Zahlen wieder der normale Schul- und Kitabetrieb aufgenommen wurde.

Kinder und Jugendliche brauchen diese Sicherheit, ihren gewohnten Alltag und ihre sozialen Kontakte. Dazu gehören neben dem Kita- oder Schulbesuch auch private Treffen mit Freundinnen und Freunden und die Ausübung von Hobbies und Interessen. Fällt all das weg – das hat die Pandemie ganz klar gezeigt – können auch Kinder und Jugendliche in ein tiefes Loch fallen.

Zudem kann im Fall geschlossener Schulen und Kitas nicht in allen Familien eine permanente Betreuung und angemessene Beschulung sichergestellt werden – sei es aufgrund der Erwerbstätigkeit der Eltern, anderer sozialer Gründe oder auch fehlender Sprachkenntnisse. Aus all diesen Gründen ist es so wichtig, dass die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen offen sind und offenbleiben.

Als unterstützende Maßnahme hat die Stadt Friedrichshafen nun rund 1.300 mobile Luftreinigungsgeräte und CO2-Melder für Häfler Klassenzimmer und Kita-Räume bereitgestellt. Die Anschaffungskosten von über 2,39 Millionen Euro werden zu 50 Prozent von Bund und Land gefördert. Der Großteil der Geräte ist bereits installiert und in Betrieb.

Neben dieser Technik tragen aber auch schon die Allerkleinsten ihren Teil zur Pandemiebekämpfung bei: In den Kindergärten finden mehrmals wöchentlich Corona-Tests statt. Das konsequente Händewaschen und -desinfizieren wird (meist) ganz automatisch absolviert. Schülerinnen und Schüler testen sich wie kleine Pandemie-Profis mehrmals wöchentlich selbst. Sie bewältigen den kompletten Schulalltag mit Maske. Das heißt, pauken unter erschwerten Bedingungen, ohne Verschnaufpause, nicht einmal auf dem Schulhof. Dennoch sehen wir in den Schulen und Kitas steigende Zahlen, vereinzelt müssen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Kita-Gruppen geschlossen werden.

Im Sinne und zum Wohle unserer Kinder bitte ich Sie daher von Herzen: Tragen Sie eine Maske, achten Sie auf Handhygiene, schränken Sie Kontakte ein, testen Sie sich regelmäßig – und lassen Sie sich impfen. Auf, dass die Pandemie baldmöglichst Geschichte ist und wir alle und vor allem unsere Kinder in ein neues, unbeschwerteres Kapitel unseres Lebens starten können.

Ihr

Andreas Brand
Oberbürgermeister