Freitag, 03. Juli 2020
Kategorie: Coronavirus, Senioren

Gemeinsam – mit Vorsicht und Umsicht

Oberbürgermeister Andreas Brand
Porträtbild Andreas Brand

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Seniorinnen und Senioren,

eineinhalb Meter Abstand, kein Händeschütteln, keine Umarmung: Das Corona-Virus bestimmt seit mehreren Monaten unseren Alltag und ganz besonders den Alltag der älteren Menschen.

In den letzten Monaten war es besonders für die Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime sehr belastend, dass Partner, Kinder, Enkel oder Freunde nicht zu Besuch kommen durften – zu ihrem Schutz. Ein komisches Gefühl ist es auch, wenn Eltern und Großeltern zwar in der Nähe wohnen, es eigentlich leicht wäre, sie zu besuchen, aber es einfach nicht ging. Man sah sich nur vom Fenster aus, winkte sich zu, sprach auf Distanz und Zuruf. Auch unsere Seniorenbegegnungsstätte „Haus Sonnenuhr“ mussten wir vorübergehend schließen. Eine schwierige Situation für viele ältere Menschen, für die die Begegnungsstätte ein wichtiger Ort ist, an dem sie sich treffen und der Einsamkeit zu Hause entfliehen können.

Wir alle mussten auf so vieles verzichten, was unseren Alltag lebenswert macht. Nun konnten die Einschränkungen gelockert werden, eine große Erleichterung.

Im städtischen Karl-Olga-Haus und allen anderen Alten- und Pflegeheimen dürfen Kinder ihre Eltern, Enkel ihre Großeltern und Bekannte ihre Freunde wieder besuchen. Sich nach so langer Zeit wieder zu sehen, miteinander zu reden – das ist einfach schön. Auch einem gemeinsamen Spaziergang, einem kleinen Kaffeeklatsch auf der Terrasse bei schönem Wetter oder einem Plausch mit den Kindern und Enkelkindern ist bei aller Vorsicht und Umsicht möglich und tut vor allem allen gut.

Auch das „Haus Sonnenuhr“ öffnet wieder am Dienstag, 14. Juli. Mögen die Schritte zurück zum Normalbetrieb erst einmal klein sein, so bieten sie doch eine wichtige Perspektive, sich wieder treffen und miteinander sprechen zu können. Was dieses Jahr aber leider nicht geht, ist die beliebte Seniorenschifffahrt. Eine Absage war nicht nur geboten, sondern vernünftig und richtig. Auch wenn ich persönlich – und sicher auch einige von Ihnen – diesen Termin sehr vermissen werde.

Es gilt also bei all den Lockerungen weiterhin vorsichtig und umsichtig zu bleiben und weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln sorgfältig einzuhalten. Denn: Unser Schutz und vor allem der Schutz der älteren Menschen ist nach wie vor ganz besonders wichtig.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für die kommenden Wochen. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese Zeit.

Mit herzlichen Grüßen

Andreas Brand
Oberbürgermeister