Mittwoch, 15. Januar 2020

Gelungener Jahresauftakt in Ailingen

Im voll besetzten Gemeindehaus Berg ließ Ortsvorsteher Georg Schellinger das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren und gab einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben im neuen Jahr. Außerdem wurde Peter Ruetz für sein ehrenamtliches Engagement beim Musikverein Berg und dem Förderverein des Musikvereins geehrt.
Stuhlreihen mit Personen
Viele Gäste besuchten den Neujahrsempfang Ailingen

Neujahrsempfang am 10. Januar im Gemeindehaus Berg

Traditionell ließ Ortsvorsteher Georg Schellinger mit einem bebilderten Jahresrückblick die wichtigsten Themen und Veranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren. Außerdem gab er einen Ausblick auf die Aufgaben, die unsere Ortschaft im neuen Jahr beschäftigen werden und auf die anstehenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2020/2021.

2019 wurden wichtige Projekte in Ailingen realisiert und auf den Weg gebracht. Unter anderem wurde der Rahmenplan zur Ortsmitte Ailingen der Öffentlichkeit vorgestellt und im Ortschafts- und Gemeinderat beschlossen. Das Bestattungswesen ist einem Wandel unterworfen. Um den Bedarf zu decken, erfolgten auf dem Friedhof Ailingen die Erweiterung der Rasenurnengräber und die Erstellung neuer Urnenstelen. Die Umgestaltung wird auch schrittweise weitergehen.

Nachdem die Kinder des Kindergartens und der Schule bereits im Sommer in das neue Haus eingezogen waren, wurde das Bildungshaus im November mit einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet.  

Erfreulich war ebenfalls, dass die Stadtbuslinien Richtung Ailingen ausgeweitet wurden. Durch die Einrichtung einer neuer Buslinie sind Ittenhausen und Bunkhofen nun besser an den ÖPNV angebunden.

Das vergangene Jahr war auch geprägt durch viele Straßenbaumaßnahmen. Nach siebenmonatiger Bauzeit wurde der Kreisverkehr Ittenhausen im Dezember für den Verkehr freigegeben. Zum Abschluss der Arbeiten begannen parallel die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet Ittenhausen-Nord, die voraussichtlich bis Anfang 2021 andauern werden. Die Teilsanierung der Hauptstraße, der barrierefrei Umbau der Bushaltestelle beim Hotel Hellers 24 und die Fertigstellung der Querungshilfe auf der Ittenhauser Straße erfolgten ebenfalls 2019.

Bei seiner Vorausschau auf das neue Jahr legte Ortsvorsteher Schellinger ein besonderes Augenmerk auf die anstehenden Beratungen für den Doppelhaushalt 2020/2021.

Vorgesehen ist unter anderem die Schaffung eines zweiten Rasenspielfeldes auf dem Sportgelände der TSG Ailingen, die weitere Umgestaltung und Erweiterung des Friedhofs Ailingen, der Bau einer Querungshilfe in Unterraderach und die Entwicklung eines Baugebietes im Reinachweg.

In den vergangenen Jahren hat die Ortsverwaltung zusätzliche Aufgaben übernommen. Durch die Fertigstellung des Bildungshauses und des Seehasenfundusgebäudes ist für die Gebäudeverwaltung zusätzliches Personal notwendig. Ebenso sind im Bereich des Standesamtes und des Pass- und Meldeamtes die Fallzahlen in den vergangenen Jahren teilweise um 50 % angestiegen. Im Stellenplan für 2020/2021 ist daher weiteres Personal für diese Bereiche vorgesehen.

Ein weiteres wichtiges Thema wird die Unterbringung von anerkannten Flüchtlingen sein. Bisher hat Ailingen hierbei nur eine geringe Last getragen. Durch das reichhaltige Vereinsleben und die gute Infrastruktur sieht Ortsvorsteher Schellinger gute Möglichkeiten, Menschen in Ailingen zu integrieren.

Für den Neubau der Rotach-Halle und des Feuerwehrhauses sind im Entwurf zum neuen Haushalt jedoch keine Mittel in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2024 vorgesehen. Der Ailinger Ortschaftsrat hat im Januar und Februar während der Haushaltsberatung Gelegenheit, diese Themen zu diskutieren. Auch für die Unterbringung der Berger Vereine gilt es eine Lösung zu finden.

Gute Nachrichten gibt es zum Hangrutsch an der Rotach. Laut Gutachten kann der Wanderweg zwischen Weilermühle und Reinachmühle nach den erforderlichen Maßnahmen im neuen Jahr freigegeben werden.

Grund zu feiern gibt es in diesem Jahr natürlich auch: Am ersten Februarwochenende feiert die Narrenzunft Ailingen ihr 50-jähriges Jubiläum als Verein. 200 Jahre Musikkapelle und 70 Jahre Musikverein können die Berger dann im Juni feiern.

1250 Jahre Ailingen und 50 Jahre Ortschaft Ailingen heißt es dann im Jahr 2021. Die Planungen für das Jubiläumsjahr werden dieses Jahr konkretisiert.

Ailingen hat 2019 viel geleistet und auch für das neue Jahr stehen viele Herausforderungen an. Ortsvorsteher Georg Schellinger ist zuversichtlich, auch diese Aufgaben gemeinsam zu bewältigen.

 

Oberbürgermeister Andreas Brand lobte in seinem Grußwort die Ailinger für deren bürgerschaftliches Engagement. Ailingen verändere sein Gesicht, aber nicht seinen Charakter. Der große Zusammenhalt, die Lebendigkeit und der Gemeinschaftssinn seien das, was Ailingen auszeichnet.

Herr Brand nutzte die Gelegenheit beim Ailinger Neujahrsempfang und informierte die Bürger über die aktuelle Entwicklung zum Streit um die Zeppelin-Stiftung. Albrecht von Brandenstein-Zeppelin will auf dem Rechtsweg die ursprüngliche Stiftung wiederherstellen und diese damit der Stadt entziehen. Im Januar wird vor dem Verwaltungsgericht entschieden, ob eine Klage des Urenkels des Grafen Ferdinand von Zeppelin überhaupt zulässig ist oder nicht. Die Bedeutung dieses Verfahrens betrifft die Bürgerinnen und Bürger von Friedrichshafen unmittelbar und direkt. Eine Veränderung der Stiftung würde sich auf die gesamte Stadt auswirken.


Ehrung

Traditionell werden beim Neujahrsempfang engagierte Menschen geehrt, die sich in besonderer Weise für die Ortschaft verdient gemacht haben.

Für sein ehrenamtliches Engagement beim Musikverein Berg sowie dem Förderverein des Musikvereins wurde Peter Ruetz mit der Ailinger Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

Seit 43 Jahren ist er passionierter Musiker und seit 1995 in der Berger Kapelle aktiv. Außerdem war er 3 Jahre Ausschussmitglied und seit 2005 ist er erster Vorsitzender des Fördervereins. Dabei kümmert er sich nicht nur um die Finanzen, sondern packt auch tatkräftig bei der Organisation der Feste mit an, sei es beim Berger Sommerfest oder Dorfhock. Er ist immer zur Stelle, wenn Not am Mann ist.

Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte eine Abordnung des Musikvereins Berg. Mit schwungvollen Melodien begleiteten die Musiker um Dirigent Helmut Geray den Abend und läuteten so in ihr Jubiläumsjahr ein.

Ein großer Dank gilt der Pächtergemeinschaft Berg für die Bewirtung, Frau Bianca Knecht für die herrliche Blumendekoration im Gemeindehaus Berg sowie allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ortsverwaltung für die Vorbereitung und Durchführung des Abends.

Rede und Ehrungstext von Ortsvorsteher Schellinger finden Sie zum Nachlesen im Downloadbereich.

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