Donnerstag, 18. Juli 2019

Friedrichshafen macht mit bei den StadtLaboren

Neue Formen der Quartiersentwicklung erproben – das ist das Ziel von StadtLaboren zur inklusiven Quartiersentwicklung. Neun Städte aus Baden- Württemberg, darunter auch Friedrichshafen, trafen sich deshalb beim Städtetag, um bei diesen Experimentier- und Lernwerkstätten mitzumachen.
Gruppe von Frauen und Männern sitzen  am Tisch  dahinter stehen weitere Personen
Vertreterinnen und Vertreter aus neun Städten in Baden- Württemberg, darunter auch Friedrichshafen, trafen sich beim Städtetag, um bei diesen Experimentier- und Lernwerkstätten mitzumachen.

Der Städtetag bietet die Plattform zum Vernetzen und Austauschen und stellt den Städten fachliche Expertinnen und Experten zu ausgewählten Themenschwerpunkten zur Seite.  In den kommenden 18 Monaten müssen sich Friedrichshafen und die anderen Städte mit Expertisen und Erfahrungswissen einbringen und neue Konzepte erproben. Im Austausch mit den anderen Städten erhalten alle  anschließend wertvolle Rückmeldungen.

„Im August 2018 fragte der Städtetag bei uns an, ob wir Interesse daran haben, am Projekt StadtLabore teilzunehmen . Daraufhin haben wir uns beworben. Zum gleichen Zeitpunkt wurde die Abteilung Quartiersmanagement geschaffen, die sich mit der strategischen Ausrichtung der Quartiere beschäftigt“, so Yalcin Bayraktar, Leiter des Amtes für Familie, Soziales und Jugend.  

In den kommenden Jahren werden in Allmannsweiler neue Wohneinheiten entstehen, durch die sich die Zusammensetzung der Einwohnerinnen und Einwohner verändern wird. „Dieser Prozess wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Quartiersmanagements in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden, dem Allmannsweiler Bürgerforum sowie der Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung begleitet. In den bereits bestehenden Räumlichkeiten in diesem Quartier werden seither Beratungs- und Gruppenangebote angeboten. Im Mai gab es in Allmannsweiler die erste Bewohnversammlung. Dabei legten wir unseren Fokus vorrangig auf soziale Aspekte“, so Bayraktar.

Bei einem ersten Treffen stellte jede Stadt ihr Quartier anhand eines Luftbildes vor. Während einige Quartiere erst noch geplant werden, wird in anderen Städten ein bestehendes Quartier betrachtet. Trotz der unterschiedlichen Stadtgrößen, Quartiersentwicklungen und Fachlichkeiten wurde schnell klar: Die Städte treiben ähnliche Herausforderungen um, sie befassen sich mit vergleichbaren Fragestellungen. Das führte schnell zu einem lebendigen Austausch zwischen den Teilnehmern.

Und so geht es weiter: Es ist geplant, in den nächsten eineinhalb Jahren rund 15 Workshops zu verschiedenen Themen wie Steuerung der Quartiersarbeit, Finanzierung und Nachhaltigkeit, Orte der Begegnung, Beteiligung und Netzwerke zu organisieren. Hierzu erarbeiten die teilnehmenden StadtLabore unterschiedliche Instrumente und stellen diese an inklusiver Quartiersentwicklung interessierten Kommunen zur Verfügung. Während des Projektzeitraumes werden die teilnehmenden Städte und Gemeinden von einem Filmteam begleitet. In diesem Zeitraum wird das Filmteam in Friedrichshafen dreimal das Quartier Allmannsweiler besuchen und verschiedene Angebote wie beispielsweise Veranstaltungen im Quartier, die bauliche Entwicklung der neuen Wohneinheiten aufnehmen. Daraus entsteht ein Gesamtfilm mit den Aktivitäten aller teilnehmenden Kommunen. Dieser Film sowie die in den einzelnen Städten entstandenen Filme werden allen beteiligten Kommunen zur Verfügung gestellt. Um die Entwicklung der Projekte vor Ort zu begleiten, werden Vertreter des Städtetags die Kommunen besuchen. Außerdem ist es vorgesehen, die erarbeiteten Instrumente, Dokumente und Unterlagen aller Kommunen im Internet zu veröffentlichen.

Informationen:
Die StadtLabore werden gefördert aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ des Ministeriums für Soziales und Integration.