Erweiterte Notbetreuung an Häfler Kitas und Schulen

Das Kultusministerium hat aufgrund des aktuellen Bund-Länder-Beschlusses darüber entschieden, wie es ab Montag, 27. April mit der Notbetreuung an Schulen und Kindertagesstätten weitergehen soll.

Da die Kontaktbeschränkungen weiterhin gelten und Kindertageseinrichtungen für den regulären Betrieb geschlossen bleiben, wurde die Notbetreuung zur Entlastung der Eltern mit Präsenzpflicht am Arbeitsplatz erweitert. Der zunächst eingeschränkte reguläre Unterrichtsbetrieb an den Schulen soll dann ab Montag, 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen werden.

Für Friedrichshafen heißt das, dass es ab kommenden Montag voraussichtlich einen deutlich höherer Bedarf an Notbetreuung an Schulen und Kindertagesstätten geben wird. Bisher wurden etwa 70 Kinder betreut – etwas weniger während der Osterferien – deren Eltern in Berufen der kritischen Infrastruktur tätig sind. Welche Berufe dazu gehören, hat das Kultusministerium hat in seiner Corona-Verordnung definiert, die online unter www.km-bw.de/Coronavirus zu finden ist.

Alle 14 Häfler Schulen und alle 45 Kindertagesstätten bieten ab kommender Woche die Notbetreuung an. Werden an einzelnen Standorten nur vereinzelt Kinder betreut, können Gruppen zusammengelegt werden. Ob ein Kind in die Notbetreuung darf, entscheiden die jeweiligen Schul- und Einrichtungsleitungen und deren Träger. Ab Montag, 27. April können auch die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen in der Notbetreuung aufgenommen werden sowie Kinder, deren Eltern zwar nicht in kritischer Infrastruktur arbeiten, jedoch einen präsenzpflichtigen Arbeitsplatz haben und für den Arbeitgeber als unabkömmlich gelten.

Wie bisher auch, können Kinder mit einem Formular für die Notbetreuung angemeldet werden. Das Formular zur Beantragung der Notbetreuung wurde den neuen Voraussetzungen angepasst und den Eltern über die Schulen und Einrichtungen und unter www.friedrichshafen.de/notbetreuung zum Herunterladen zur Verfügung gestellt.

Für die Notbetreuung werden ab Montag, 27. April wieder die regulären Gebührensätze für Kindertagesstätten in Friedrichshafen erhoben, für Schulkinder gelten  die Betreuungsgebühren des Betreuungsvereins.

Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs

Ab Montag, 4. Mai soll der eingeschränkte Schulbetrieb zunächst für die dies- und nächstjährigen Abschlussklassen wieder aufgenommen werden. Stufenweise soll in den Präsenzunterricht eingestiegen werden und es wird eine Kombination aus Präsenzunterricht und Unterricht zu Hause sein. Der Unterrichtsbeginn soll, wenn möglich flexibel gestalten werden, um Stoßzeiten zu vermeiden, ebenso wie die Pausen. Die gängigen Hygieneregeln gelten auch in den Schulen. Die Grundschulen sollen laut Land später mit Klasse 4 starten.

Allgemeinbildende Schulen im Präsenzunterricht ab Montag, 4. Mai:

  • Haupt- und Werkrealschulen: Klasse 9 und 10
  • Realschulen: Klasse 9 und 10
  • Gemeinschaftsschulen: Klasse 9 und 10
  • Allgemeinbildende Gymnasien: Abiturjahrgang 2020 und 2021
  • SBBZ (Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren): Schulabsolventen 2020 und 2021

Berufliche Schulen im Präsenzunterricht ab Montag, 4. Mai:

  • Berufsschulen: Abschlussjahrgang
  • Berufsfachschulen: Abschlussjahrgang
  • Berufskollegs mit Berufsabschluss: Abschlussjahrgang
  • Berufliche Gymnasien: Abiturjahrgang

Schülerbeförderung

Die Schülerbeförderung passen Stadtverkehr Friedrichshafen und Bodensee-Oberschwaben Verkehrsbund Bodo bedarfsgerecht an und setzen zu den Schülerbeförderungszeiten verstärkt Linien ein, um genug Abstand zu ermöglichen. Älteren Schülerinnen und Schülern wird empfohlen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule zu kommen.

Schulmittagessen

Ab Montag, 4. Mai gibt es  wieder Schulmittagessen. Für die Woche vom 27. bis  30. April werden die Eltern gebeten, ihren Kindern ein Mittagessen in die Notbetreuung mitzugeben.