Dienstag, 08. Oktober 2019

Erstes Treffen des Forums der Kulturen

Die Mitglieder des Forums der Kulturen in Friedrichshafen haben sich zum ersten Workshop getroffen, um den Jahresplan für 2020 mit gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen zu erarbeiten. Organisiert wurde das Treffen vom Amt für Soziales, Familie und Jugend der Stadt Friedrichshafen. Moderiert hat ihn Nazife Sarcan, die als externe Beraterin den Umstrukturierungsprozess der integrationspolitischen Gremien begleitet hat.
Workshop-Teilnehmer am runden Tisch
Die Workshop-Teilnehmer erarbeiteten, zum Teil in kleineren Gesprächsgruppen, die weiteren Projekte und Veranstaltungen für 2020.

Zum Auftakt stellte die städtische Integrationsbeauftragte Natascha Garvin die Aufgaben des neuen Integrationsbeirats, das Forums der Kulturen und des Forums der Religionen vor. Im Herbst 2018 wurde das Konzept zur Teilhabe der Menschen mit Migrationshintergrund in Friedrichshafen zusammen mit dem Rat der Nationen und Kulturen sowie dem Integrationsausschuss erarbeitet. Der Gemeinderat stimmte 2019 zu. Derzeit konstituieren sich die neuen Gremien, als erstes das Forum der Kulturen. Ihm gehören Vertreter von 26 Migrantenvereinen, drei interkulturellen Initiativen, des Jugendparlaments und der Abteilung Integration an. Ziel ist es, die Mitglieder zu stärken, zu informieren, zu vernetzen, zu schulen und sich auszutauschen. Außerdem sollen gemeinsame Projekte und Veranstaltungen im Rahmen des Integrationsplans Bodenseekreis umgesetzt werden.

Im Workshop erarbeiteten die Teilnehmenden zunächst den Status Quo, der im Integrationsplan Bodenseekreis abgebildeten Handlungsfelder Bildung, Sprache, Arbeitsmarkt, Antidiskriminierung und Extremismusprävention sowie Sport und Freizeit. Dabei wurde deutlich, dass es in Friedrichshafen zwar schon viele Angebote gibt und Veranstaltungen angeboten werden, diese aber nur wenig bekannt sind. Deutlich wurde aber auch, dass es Bedarf für weitere Begegnungsmöglichkeiten der Einwohner aller Altersstufen mit und ohne internationalen Lebenslauf gibt. Im Workshop wurden Ideen für künftige Maßnahmen und Projekte gesammelt und priorisiert. Außerdem wurden der Ablauf, der zeitliche Rahmen und der Fahrplan für 2020 erstellt. Die Mitglieder erhielten Infos darüber, wie gemeinnützige Organisationen und Projekte finanziell gefördert werden können.

Die Workshop-Teilnehmer bildeten die Vielfalt der Häfler Stadtgesellschaft ab, was von Natascha Garvin, der städtischen Integrationsbeauftragten, besonders positiv bewertet wurde: „Wir freuen uns sehr, dass der Workshop auf so gute Resonanz gestoßen ist und dass die Mitglieder von ihren Herkunftsländern her, bunt gemischt sind. Wichtig ist es auch, dass wir im Forum auf die Erfahrungen langjährig Engagierter bauen können und uns gleichzeitig junge Mitglieder mit neuen Ideen bereichern“.

Die Teilnehmenden äußerten sich ebenfalls positiv über diese neue Form, sich miteinander austauschen zu können, zielorientiert zusammen zu arbeiten, voneinander zu lernen und gemeinsame, realisierbare Projekte umzusetzen.  „Das Forum der Kulturen bietet Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, sich mehr einzubringen und mitbestimmen zu können“, so Arben Bakllava vom Deutsch-Albanischen Kulturverein „Iliria e. V.“. Zeliha Röthemeyer vom Atatürk-Kulturverein e.V. ergänzt: „Ich bin beeindruckt von dem Bemühen der Teilnehmenden des Workshops um eine gemeinsame friedliche Ebene. Die Stadt Friedrichshafen nimmt das Thema Vielfalt ernst und tut viel in diesem Bereich.“

Yalcin Bayraktar, Leiter des Amtes für Soziales, Familie und Jugend, bewertet den Workshop ebenfalls positiv: „Die Resonanz auf den Workshop und die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigen, dass die Umstrukturierung der integrationspolitischen Gremien tatsächlich zu der höheren Beteiligung der Akteure führt, die wir uns davon versprochen haben“.

Der nächste Workshop des Forums für Kulturen ist für Montag, 9. November geplant.  Mitglieder der Migrantenselbstorganisationen und der interkulturellen Initiativen können sich direkt online anmelden.

Fragen können direkt per E-Mail an die Integrationsbeauftragte Natascha Garvin, gerichtet werden.