Erste Mobilitätssäule am Franziskusplatz eingeweiht

Sie sind gelb und fallen sofort ins Auge: Auf dem Franziskusplatz wurde am Donnerstag, 22. September die erste Mobilitätssäule in Friedrichshafen von Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter Nachhaltige Mobilität des Verkehrsministeriums, Bürgermeister Dieter Stauber und Franziska Bosch, Abteilungsleiterin Mobilität und Verkehr im Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung eingeweiht.
Drei Personen stehen vor gelber Säule an der ein Fahrrad hängt.
Enthüllten gemeinsam die erste Mobilitätssäule in Friedrichshafen auf dem Franziskusplatz: (von links) Franziska Bosch, Abteilungsleiterin Mobilität und Verkehr, Bürgermeister Dieter Stauber und Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter Nachhaltige Mobilität des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

Die Mobilitätssäule ist eine von fünf Säulen in Friedrichshafen, an denen sich die Bürgerinnen und Bürger über nachhaltige Mobilitätsangebote informieren können. Weitere Säulen werden am Stadtbahnhof, am Hafenbahnhof, am Hinteren Hafen und am Landratsamt aufgestellt.

„Die Mobilitätssäulen zeigen, wie man klimafreundlich, kostengünstig und unkompliziert unterwegs sein kann. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie man so einfach wie möglich, Verkehrsmittel wechseln kann. Eine Verkehrswende erreichen wir nur dann, wenn alle mitmachen. Die Mobilitätssäulen sollen uns dabei helfen, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen unserer Stadt unser attraktives Angebot an Alternativen zum Autoverkehr nahezubringen. Ich danke allen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass wir diese Säule heute einweihen können“, so Bürgermeister Dieter Stauber.

Friedrichshafen ist neben Bad Säckingen, Oberndorf am Neckar, Oberkirch, Reutlingen, Waiblingen, Schorndorf und Ellwangen eine von acht Kommunen, die sich in der zweiten Pilotphase beteiligen.

„Es ist mir ein persönliches Anliegen, hier in Friedrichshafen die erste Mobilitätssäule einzuweihen. Ich danke der Stadt für ihr besonderes Engagement, nicht nur eine, sondern fünf Säulen verteilt in der Stadt aufzustellen. Sie sind ein Zeichen für die Vielfalt der Mobilität. Unser Ziel ist es, den Wandel in der Mobilität sichtbar zu machen. Denn wir befinden uns in einer Klimakrise und müssen deshalb an vielen Punkten zulegen und schneller vorankommen“, so Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter Nachhaltige Mobilität des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

„Täglich müssen Menschen von einem Ort zum anderen gelangen. Die Mobilitätssäulen stehen an zentralen Orten, an denen mindestens drei umweltfreundliche Mobilitätsangebote zusammenkommen. Unser Ziel ist es, diese Orte wiedererkennbar zu machen und über die vorhandenen Angebote zu informieren. Deshalb haben wir uns für die Standorte am Franziskusplatz, am Stadtbahnhof, am Hafenbahnhof, am Hinteren Hafen und beim Landratsamt entschieden“, so Franziska Bosch, Abteilungsleiterin Mobilität und Verkehr bei der Stadt Friedrichshafen. Verantwortlich für das Projekt ist in Friedrichshafen Stefan Dunkenberger als Koordinator für nachhaltige Mobilität im Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung.

Die 3,40 Meter hohe Säule weist am Franziskusplatz auf die Vielfalt der Mobilität hin.  Angegliedert ist eine Reparaturstation für Fahrräder mit Werkzeug und man kann sogar den Fahrradreifen aufpumpen. Zudem erhalten die Nutzer kompakt sehr viele Informationen zu alternativen Mobilitätsangeboten.

Mobil zu sein ist uns wichtiger denn je. Ob zur Arbeit oder zum Ausbildungsplatz, für die täglichen Erledigungen oder zur Gestaltung der Freizeit: stets möchten und müssen wir von einem Ort zum anderen. Dabei legen wir ganz beträchtliche Distanzen zurück – im Schnitt in Baden-Württemberg täglich 40 Kilometer pro Person.

Zugleich ist erwiesen, dass der motorisierte Individualverkehr, welcher das Mobilitätsverhalten dominiert, die Umwelt massiv strapaziert und die    Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum stark beeinträchtigt. Die Klimaschutznovelle des Landes sieht vor, die Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg bis 2030 um mindestens 65 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2040 die netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. Dafür   müssen auch die CO2-Emission im Verkehr stark reduziert werden. Die Verkehrswende ist notwendig für das Erreichen der Klimaschutzziele Baden-Württembergs und für eine lebenswerte Zukunft.