Montag, 23. November 2020

Ein neues Gesicht für Meersburger und Zeppelinstraße

Auf Sag’s doch werden Ideen und Vorschläge zu Vorentwürfen gesucht. Die vier Entwürfe werden in Videos von den Planerteams vorgestellt.

Das Workshopverfahren zur Umgestaltung der Meersburger und Zeppelinstraße geht in die nächste Phase. Alle Interessierten können von Dienstag, 24. November bis Dienstag, 22. Dezember über die Beteiligungsplattform Sag’s doch – www.sags-doch.de/zeppelinstraße – ihre Ideen und Anregungen zu den Vorschlägen der Planerteams einbringen.

Wenn die neue B 31 im kommenden Jahr vollständig befahrbar ist, verändert sich auch die Nutzung der Meersburger Straße und der Zeppelinstraße im Friedrichshafener Stadtteil Fischbach maßgeblich. Vor allem ist mit weniger Verkehr innerorts zu rechnen. Weniger Verkehr bedeutet, dass der Straßenraum umgestaltet und anders genutzt werden kann.

In einem Workshopverfahren stellen vier ausgewählte Planerteams ihre städtebaulichen Ideen und Entwürfe zur Umgestaltung der Meersburger und Zeppelinstraße vor, die dann mit allen Interessierten diskutiert werden. Vorab konnten bereits 2019 eigene Ideen, Wünsche und Anregungen zur Umgestaltung über die Sag’s-doch-Plattform abgegeben werden. Die Ergebnisse sind in die Aufgabenstellung des Workshopverfahrens miteingeflossen.

Weil der für Juni geplante Präsenzworkshop zur Umgestaltung nicht stattfinden konnte, sind die Entwürfe und die dazugehörigen Videopräsentationen vier Wochen lang online zu sehen und können direkt kommentiert werden.

Zusätzlich sind die vier Umgestaltungsvorschläge in eine Karte aufrufbar. In der Karte können Anregungen und Verbesserungsvorschläge direkt und räumlich verortet abgeben und die Umgestaltungsvorschläge verglichen werden.

Alle Anregungen und Verbesserungsvorschläge werden nach der Beteiligung an die vier Planerteams und an das Gutachtergremium weitergegeben, das den Siegerentwurf des Workshopverfahrens bestimmt. Die Planerteams haben danach die Möglichkeit ihre Vorentwürfe zur Umgestaltung zu überarbeiten und können so auf die abgegebenen Anregungen und Ideen reagieren. Ob und wie beim Überarbeiten der Vorentwürfe darauf reagiert wird, liegt alleine bei den Planerteams.

Nach der Überarbeitung der Vorentwürfe bewertet das Gutachtergremium die Vorschläge und wählt einen Siegerentwurf aus. Ein eigenes Bewertungskriterium ist dabei, in wie weit die Anregungen aus der Online-Beteiligung berücksichtigt wurden.

Wann genau die Bauarbeiten starten könnten, kann aufgrund der aktuellen Lage und deren finanziellen Auswirkungen noch nicht gesagt werden. Möglich wäre auch, dass vorerst provisorische Maßnahmen oder einzelne Teile schrittweise umgesetzt werden könnten. Zunächst geht es darum, die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger und die Entwürfe zusammenzubringen und zeitnah zu konkretisieren.

Bereits 2016 wurde auf der Beteiligungsplattform www.sags-doch.de die ISEK-Bürgerbefragung als Online-Version angeboten. Seitdem wurden die Bürgerinnen und Bürger auch zum Kulturentwicklungskonzept, zum Klimaanpassungskonzept sowie erst kürzlich zur Entwicklung des Bereiches Fallenbrunnen Nordost befragt. Jetzt gibt es erstmals die Möglichkeit, über die Beteiligungsplattform während eines Workshopverfahrens zu bereits vorliegenden Plänen Anregungen und Ideen einzubringen.