Montag, 20. Mai 2019
Kategorie: Medieninformationen

Ehrenamtliche und Stadt arbeiten zusammen

Zum fünften Mal war der Frühstücksbus sieben Tage lang an unterschiedlichen Standorten in der Stadt unterwegs. Rund 180 Personen nutzen die Gelegenheit, auch trotz teilweise regnerischem Wetter, bei einer kostenlosen Tasse Kaffee oder Tee und frischen Backwaren ins Gespräch zu kommen. Einige Besucher blieben nur wenige Minuten auf eine Tasse Kaffee, andere blieben bis zu einer Stunde und kamen so mit den anderen Besuchern ins Gespräch.
Frau mit Kaffeetasse in der Hand
Kaffeetrinken und miteinander ins Gespräch kommen ist das Ziel des Frühstücksbusses.

Die in einem professionellen Kommunikationsworkshop geschulten Frühstücksbus-Aktiven wollten für alle erlebbar machen, dass eine Begegnung auf Augenhöhe und ein respektvolles Gespräch möglich sind auch wenn die Beteiligten unterschiedliche soziale, kulturelle und religiöse Hintergründe haben oder völlig anderer Meinung sind.

Die Initiative Frühlingserwachen, die den Frühstücksbus 2016 im Rahmen des Förderprogramms der „Flüchtlingsdialoge“ ins Rollen gebracht hat, legt Wert darauf, offen für alle Menschen zu sein und  nicht zu verurteilen oder zu überzeugen. Stattdessen steht das Verstehen und Verständnis und vor allem der Respekt im Zentrum der Begegnungen.

Während von Anfang an die Zusammenarbeit in aller Vielfalt großgeschrieben wurde, bot der diesjährige Frühstücksbus eine weitere Neuerung. Beim letzten Bus waren bereits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ehemaligen Stabstelle für Integration aktiv gewesen, auch davor schon stellte die Zusammenarbeit mit der Stadt einen wichtigen Baustein dar.

Diese Zusammenarbeit wurde nun weiter ausgebaut. Mitarbeiterinnen der Stadt aus den Bereichen Familie, ältere Menschen, Integration und Quartiersmanagement nahmen im Vorfeld wie die ehrenamtlichen Aktiven am Kommunikationstraining teil und wurden als „ganz normale Teammitglieder“ an sechs der sieben Standorte im Stadtgebiet am Frühstücksbus aktiv.

Yalcin Bayraktar, Leiter des Amts für Soziales, Familie und Jugend, bedankte sich für den offenen und ehrlichen Kontakt: „Mit der Zusammenarbeit von  Verein und Verwaltung sind wir auf einem guten Weg. Persönliche Begegnung ist unserer Meinung nach immer noch das beste Mittel zur Kommunikation, um ein gesellschaftliches Miteinander trotz unterschiedlicher Meinung zu erhalten“, so Yalcin Bayraktar.  Daher sei es s wichtig, so Bayraktar weiter, dass der Frühstücksbus solche Begegnungen in einer Zeit schaffe, in dem sich viele hinter den sozialen Medien verstecken.

Vereinssprecherin Lena Reiner betonte rückblickend: „Diese Art der Zusammenarbeit könnte Vorbild für andere Gemeinden sein. Der Frühstücksbus war großartig, wir haben Hand in Hand zusammengearbeitet und die Menschen am Frühstücksbus hat es positiv überrascht, dass diejenigen, denen sie sonst nur auf dem Rathaus und hinter Schreibtischen begegnen, ihnen mit einem kostenlosen Kaffee und einem offenen Ohr auf der Straße begegnen.“

Positiv fielen auch die Rückmeldungen der Aktiven aus. Das schönste Feedback für die Aktion ist jedoch, dass sich während der Frühstücksbuszeit vier Menschen meldeten, die in Zukunft selbst beim Frühstücksbus aktiv werden möchten.