Dienstag, 13. November 2018

Auszeichnung: Ehrenmedaille der Stadt für Uwe Lenz

Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement um die Städtepartnerschaft mit der weißrussischen Stadt Polozk wurde Uwe Lenz mit der Ehrenmedaille der Stadt Friedrichshafen ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde im Graf-Zeppelin-Haus lobte Bürgermeister Andreas Köster die Verdienste von Uwe Lenz.
drei Personen bei Ehrung mit Urkunde
Von links: Alexandra und Uwe Lenz, Bürgermeister Andreas Köster

In seiner Laudatio hob Bürgermeister Andreas Köster das besondere Engagement von Uwe Lenz für die Städtepartnerschaft hervor. Lenz sei ein Mann der ersten Stunde. Seit 1990 hat er die Partnerschaft begleitet und mitgestaltet. Es war der damalige Erste Bürgermeister Dr. Wolfgang Sigg der Uwe Lenz 1990 bat, mit ihm nach Polozk zu gehen, um das dortige Krankenhaus zu vielen Fragen rund um die Medizintechnik zu beraten und zu unterstützen.

Uwe Lenz betreute auch den ersten Hilfstransport mit medizinisch-technischen Geräten im Wert von 250.000 Mark nach Polozk. „Sie haben die Geräte nicht nur nach Polozk gebracht, sondern sie organisierten Schulungen vor Ort, um sicherzustellen, dass die Geräte fachgerecht installiert, eingesetzt und gewartet werden“, so Bürgermeister Köster. Bis heute wurden mehrere Millionen Euro für die Verbesserung der Krankenhausausstattung in Polozk gespendet.

„Ich kann sagen, es ist für Sie zu einer Lebensaufgabe geworden, der Sie sich bis heute mit Herzblut und Lust, etwas zu bewegen, verschreiben“, sagte Bürgermeister Köster, der Uwe Lenz als einem Mann mit viel Fachkompetenz, Fähigkeit und Hingabe für die Partnerschaft mit Polozk würdigte.  

„Sie sind ein Glücksfall für den Arbeitskreis Polozk, dem Sie seit 2007 als Vorsitzender vorstehen“, so Köster. Bereits ab September 2003 war Lenz stellvertretender Vorsitzender und unterstützte den damaligen Vorsitzenden Pfarrer Heinz Rinderspacher. In diesem verantwortungsvollen Ehrenamt initiiert, bündelt und koordiniert Uwe Lenz die unterschiedlichen Aktivitäten für die Menschen in Polozk. Zweimal im Jahr nimmt er Reisen nach Polozk auf sich, um dort die Entwicklung der Projekte zu überwachen, anstehende Arbeiten im Krankenhaus zu tätigen und die Kontakte mit den Verantwortlichen im Krankenhaus und den verschiedenen Institutionen sowie den Menschen in Polozk zu pflegen.  

„Sie sind ein wichtiger Botschafter und Bote. Jeder Ihnen anvertraute Brief, jede Spende und jede Information wird von Ihnen mit höchster Sorgfalt nach Polozk gebracht“, so Köster.    

Uwe Lenz steht seit vielen Jahren für Verlässlichkeit. Er ist der zentrale „Brückenpfeiler“ und ein Wegbereiter, der sich mit großer Sorgfalt und einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein  für die Städtepartnerschaft mit Polozk widmet.

Für diese Verdienste wurde er 1994 zum Ehrenbürger der Stadt Polozk ernannt. Außerdem erhielt er 2010 den Orden der weißrussischen Stadt überreicht. „Daran kann man erkennen, dass Ihre Verdienste vor Ort geschätzt und Sie als Freund wahrgenommen werden“, lobte Köster das Engagement von Uwe Lenz.

„Partnerschaft kann nur funktionieren, wenn es Menschen gibt wie Uwe Lenz, die die Idee der Partnerschaft mit Leben erfüllen“, so Bürgermeister Andreas Köster in seiner Laudatio. Als Vorsitzender des Arbeitskreises bündelt er die Aktivitäten des Freundeskreises Polozk, des Arbeitskreises MEFP (Mission-Entwicklung-Frieden-Polozk) der katholischen Gesamtkirchengemeinde, der evangelischen Gesamtkirchengemeinde und bis 2017 des Vereins Polozk Treff.

Mit seinem ehrenamtlichen Einsatz leistet Uwe Lenz bis heute einen beispielhaften Beitrag zur Freundschaft zwischen den Menschen in Polozk und Friedrichshafen.

Dekan Bernd Herbinger, Dr. Wolfgang Sigg und Konstantin Homitsch, der extra aus Polozk angereist war, schlossen sich den Worten von Bürgermeister Andreas Köster an und bedankten sich bei Uwe Lenz für seine außergewöhnliche Arbeit zum Wohle der Menschen in Polozk. Sie alle verbanden damit den Wunsch, dass Uwe Lenz sich noch viele Jahre für die Partnerschaft engagiere.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Kuno Bucher und Georg Hasenmüller. Der feierlichen Übergabe schloss sich ein Empfang an.