Auch 2020 wird auf den Häfler Straßen gebaut

Auch für 2020 müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf zahlreiche Baustellen auf den Friedrichshafener Straßen einrichten. Bereits zu Beginn des Jahres wurden beim Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung zahlreiche Baumaßnahmen angekündigt.

In einem Pressegespräch gaben Bürgermeister Dieter Stauber, Hans-Jörg Schraitle (Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung), Wolfgang Kübler (Leiter des Stadtbauamtes), Christian Geiger (Abteilungsleiter Tiefbau im Stadtbauamt) sowie Franziska Bosch (Abteilungsleiterin Verkehr im Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung) einen Ausblick auf die jetzt schon bekannten Baumaßnahmen.

Rückblick auf die Baumaßnahmen 2019
In den vergangenen Jahren wurde ein kontinuierlicher Anstieg der Bautätigkeiten in der Stadt festgestellt. Waren es 2017 600 genehmigte Straßensperrungen, halbseitige Sperrungen, Fahrbahneinengungen und Sperrung von Rad- und Gehwegen, stieg die Zahl im Jahr 2018 auf 620 Maßnahmen an. 2019 stiegen die Bautätigkeiten auf 700 an.

„Durch die hohe Anzahl an Baumaßnahmen im gesamten Stadtgebiet, durch die Anzahl der Messen und Großveranstaltungen wie das Seehasenfest oder das Kulturufer wird der Zeitraum, in denen Bautätigkeiten vorgenommen werden können, immer geringer. Schon kleine Verschiebungen in den Bauabläufen haben große Auswirkungen auf das Verkehrsnetz der Stadt“, erklärt Bürgermeister Dieter Stauber.  

Um die geplanten Bauarbeiten auf den Häfler Straßen für 2020 zu koordinieren, trafen sich die Verantwortlichen von Stadt, Stadtwerk am See, Stadtmarketing Friedrichshafen, Landratsamt Bodenseekreis, Regierungspräsidium Tübingen, Messe, Bahn und der DEGES im Rathaus.

„Auch wenn wir im Vorfeld die Maßnahmen so planen, dass es keine oder nur geringe Überschneidungen gibt, kommt es immer wieder durch verschiedene Gründe, wie beispielsweise die Witterung, zu Verschiebungen im Ablauf von Baumaßnahmen. Dadurch kann es Überschneidungen geben, die dann zu zusätzlichen Verkehrsbeeinträchtigungen führen“, so Hans-Jörg Schraitle, Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung.

Die Vielzahl der Bautätigkeiten auf den Friedrichshafener Straßen ist auch darin begründet, dass die Stadt ein Straßennetz von rund 300 Kilometern und 110 Kilometer asphaltierte Radwege unterhält.

Einführung eines neuen Baustellenprogramms
Um die Abläufe noch besser abstimmen zu können, wird die Stadt zukünftig mit einem speziellen Baustellenprogramm CAOS (Computersoftware für Anwendungs-Orientierte Systeme) arbeiten. Damit können Anträge noch effizienter als bisher bearbeitet werden. Es erleichtert sowohl den Antragstellern wie auch den Mitarbeitern der Stadt die Arbeit. Anträge können online gestellt werden und die Kontrolle vor Ort wird durch den Einsatz mobiler Endgeräte vereinfacht.

Baumaßnahmen im Rahmen der B31neu
Untere Mühlbachstraße – Schnetzenhausen: Restarbeiten am Kreisel der Anschlussstelle B31neu. Vom 2. bis 25. März wird der Grußasphalt eingebaut, die Anbindung fertiggestellt und die Belagsmarkierungen vorgenommen. Für die Dauer der Bauarbeiten muss der Abschnitt voll gesperrt werden.

K7742 Raderacher Straße: Vom 6. bis 28. April wird der Fahrbahnbelag aufgebracht, der Rad- und Fußweg fertiggestellt und markiert. Außerdem wird die Brücke eingebaut. Mit den Bauarbeiten wird erst begonnen, wenn die Bauarbeiten am Kreisel der Anschlussstelle abgeschlossen sind.
 
Klufterner Straße – Bau einer Lärmschutzwand:  Am 17. Februar begannen die Arbeiten für die Lärmschutzwand mit Beleuchtung entlang der Klufterner Straße. Dafür wurde die Fahrbahn der Klufterner Straße in der Umgebung der Villa Wagner verengt. Der Geh- und Radweg wird gesperrt. Die Bauarbeiten dauern bis 30. Juni 2020.

Colsmanknoten mit Einbau einer neuen Ampelanlage: Im Zeitraum zwischen März und April 2020 müssen für die Ampelanlage Kabel und Leerrohre verlegt werden. Dazu muss die Colsmanstraße für maximal fünf Tage halbseitig gesperrt werden. Zwischen Mai bis November 2020 wird eine Stützwand sowie eine neue Auffahrt gebaut. Für die Bauarbeiten sind verschiedene verkehrliche Maßnahmen notwendig, die derzeit abgestimmt werden.

Sperrung des Riedleparktunnels: Vom 5. bis 6. März wird der Riedleparktunnel zur Wartung von 19 Uhr bis 7 Uhr gesperrt.  Die Tunnelwartung im zweiten Halbjahr ist vom 22. bis 23. Oktober geplant.

Kreisel Ittenhausen: Der Kreisel in Ittenhausen ist bereits freigegeben. Für Restarbeiten und die Sanierung der Kanäle muss die Rotachstraße voll gesperrt werden. Die Arbeiten sind für die erste Jahreshälfte 2020 geplant.

Kreisel Sonnenbergstraße / Waggershauser Straße: Der Bau des Kreisels ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. Für die Arbeiten muss der Arbeitsbereich voll gesperrt werden.

Querungshilfe Untere Mühlbachstraße: Die Arbeiten sind für das zweite oder dritte Quartal 2020 vorgesehen. Die Arbeiten werden voraussichtlich acht bis zehn Wochen in Anspruch nehmen, während der die Untere Mühlbachstraße zwischen Schnetzenhausen und Sparbruck halbseitig gesperrt wird. Um den Belag einbauen zu können, muss der Bereich an etwa zwei Tage voll gesperrt werden.

Querungshilfe Jägerhaus: Der Baubeginn ist für das zweite oder dritte Quartal vorgesehen. Die Arbeiten finden bei laufendem Verkehr statt.

Weitere Straßenbauarbeiten sind im zweiten Quartal 2020 geplant. Dazu gehören Bauarbeiten im Kreuzäckerring, in der Schulstraße und an der Kreuzung Teuringer- und Waggerhauser Straße. Im dritten Quartal 2020 soll der Radweg entlang der Bunkhofener Straße geplant. Die Bauarbeiten werden unter halbseitiger Sperrung bzw. unter Vollsperrung der Fahrbahnen bzw. Rad- und Fußweg vorgenommen.

Im zweiten Quartal sollen außerdem die Fugen auf dem Romanshorner Platz saniert werden. Dafür ist eine halbseitige Sperrung notwendig. Ebenfalls sollen im zweiten Quartal die Fugen am Kreisel Ailinger Straße / Mühlöschstraße in Stand gesetzt werden.

Für das dritte Quartal ist weiter vorgesehen, den Gehweg im Bereich der Charlottenstraße und Katharinenstraße zu verbreitern. Während der Bauarbeiten muss der Gehweg je nach Baufortschritt halbseitig und teilweise voll gesperrt werden.

Darüber hinaus plant das Stadtwerk am See mehrere Sanierungsarbeiten an Gas- und Wasserleitungen bzw. Arbeiten im Zusammenhang mit der Nahwärmeversorgung: Wachirweg, Ailinger Straße, Lindauer Straße, Melanchthonstraße, Prielmayerstraße, Schmidstraße, Eberhardstraße, Gartenstraße, Katharinenstraße, Scheffelstraße, Hans-Schnitzler-Straße und in der Regener Straße.

Das Regierungspräsidium Tübingen plant zwischen April und Juli 2020 die Fahrbahn zwischen Kressbronn, Oberdorf und Gießenbrücke zu sanieren. Dazu wird der Straßenabschnitt halbseitig gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die B 31 Friedrichshafen und B 30 Ravensburg.