Freitag, 17. April 2020

Abstand halten & Maske tragen

Oberbürgermeister Andreas Brand
Porträtbild Andreas Brand
Andreas Brand, Oberbürgermeister

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Abstand halten bleibt weiter das Gebot der Stunde. Die Einschränkungen betreffen derzeit besonders die Bewohner der Pflegeheime – die mit großer Umsicht von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umsorgt werden. Ihnen gilt mein ganz besonderer Dank. Ebenso geht mein Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klinikum: Danke, dass Sie jederzeit und engagiert für uns da sind und sich im Fall der Fälle um uns kümmern.

Wir alle haben es in den letzten Wochen gemeinsam geschafft, die Pandemie zu verlangsamen. Dies war nur möglich, weil Sie so diszipliniert die Regeln eingehalten haben. Dank Ihrer Unterstützung ist es nun möglich, die Einschränkungen sehr behutsam und verantwortungsbewusst zu lockern. Das wird nur langsam und schrittweise gehen und erfordert von uns allen viel Geduld und Verständnis füreinander.

Auch in Friedrichshafen gehen wir schrittweise vor, um so den Verlauf steuern und – wenn notwendig – korrigieren zu können. Damit wollen wir es schaffen, ein kleines Stück Normalität in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben zu bringen. Einzelne Geschäfte werden jetzt öffnen und so wird es auch in unserer Stadt wieder lebendiger.

Deshalb sind der eigene Schutz und vor allem der Schutz der anderen besonders wichtig.  Er wird durch das Tragen einer Maske erhöht. Viele können nähen. Beschaffen oder nähen Sie sich bitte waschbare Alltagsmasken. Und wer aktuell nicht an neuen Stoff herankommt, hat vielleicht noch ein altes Hemd oder T-Shirt zu Hause, das hierfür geopfert werden kann. Die Alltagsmaske zu tragen, sollte für eine begrenzte Zeit so selbstverständlich werden wie der Sicherheitsgurt im Auto.

Auch wenn wir erste vorsichtige Schritte gehen, müssen wir weiterhin auf unnötige Kontakte verzichten. Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden und damit die Erfolge der letzten Wochen gefährden. Es kommt ganz entscheidend auf jeden Einzelnen von Ihnen an. Deshalb müssen wir schweren Herzens auf das Interkulturelle Stadtfest, das Seehasenfest und das Kulturufer verzichten. Umso mehr hoffen wir darauf, im kommenden Jahr wieder gemeinsam feiern zu können. Aber erst werden wir uns natürlich darum kümmern, dass unsere Erstklässler dennoch ihren Hasenklee bekommen. Da lassen wir uns etwas einfallen.

Es ist eine außergewöhnliche Situation, in der wir geduldig und umsichtig sein müssen und in der wir nicht nachlassen dürfen, die Einschränkungen einzuhalten. Das hilft, Menschenleben zu retten. Wenn wir uns alle weiterhin so diszipliniert verhalten, werden wir es gemeinsam schaffen.

Passen Sie auf sich und die Menschen in unserer Stadt auf.

Ihr
Andreas Brand
Oberbürgermeister