Montag, 06. August 2018

Heiß und geliebt – das Kulturufer 2018

Sommerzeit ist Kulturuferzeit – und in diesem Jahr zeigte sich das ganz besonders: Das Kulturufer 2018 war heiß und geliebt. An zehn Tagen, vom 27. Juli bis 5. August kamen geschätzte 115.000 Besucherinnen und Besucher aus Friedrichshafen, Umgebung und von weiter her, um die vielfältigen Angebote zu nutzen.

„Bunt und vielfältig, friedlich, lebendig und offen, für die kleinen Aktionswiesenfans bis zu den großen Zeltliebhabern – das Kulturufer hat sich erneut von seiner besten Seite gezeigt“, sagt Oberbürgermeister Andreas Brand. „Ich finde, wir alle können stolz sein, dieses einzigartige Festival in unserer Stadt zu haben. Mein herzlicher Dank geht an all die zahlreichen Kulturufer-Akteure, die Organisatoren und Helfer – sie haben mit großem Einsatz bei großer Hitze der Stadt zehn Tage lang sommerliche Leichtigkeit, spielerische und kulturelle Höhepunkte bereitet.“

Für Winfried Neumann, Leiter des Kulturbüros ist das Kulturufer ein besonderer Baustein im Kulturprogramm der Stadt: „Das Kulturuferteam hat wieder eine Programmvielfalt ohne Scheuklappen zusammengestellt, orientiert an einem offenen Kulturbegriff, der Platz lässt für alle Formen des kulturellen Geschehens.“ Mit dabei waren auch in diesem Jahr wieder Künstler, die an Musik- oder Schauspielschulen studiert haben, freie Künstlern oder einfach nur Lebenskünstlern.

Im großen und im kleinen Zelt wurden insgesamt 20 Veranstaltungen geboten, es gab zwei Sonntagsmatineen, zehn Kindertheaterstücke sowie 43 Straßenkünstler und Gruppen mit über 60 Auftritten am Tag. Bei den 37 Veranstaltungen mit Eintritt wurden 10.450 Tickets verkauft. Zum Vergleich: 2017 waren es 11.844 Tickets. Auch zum Kulturufer selbst kamen mit rund 115.000 Besuchern etwa zwölf Prozent weniger Besucher, 2017 waren es geschätzte 130 Besucher. Gründe für den Rückgang sehen die Kulturufer-Organisatoren bei den höheren Temperaturen und auch durch andere Open-Air-Veranstaltungen in der Region. Das Kulturufer 2018 war jedenfalls ein Kulturufer  der Hitzerekorde: Die Tagestemperaturen lagen stets bei über 30 Grad und erreichten Spitzenwerte von 36 Grad.

Das Kino Studio 17 zeigte fünf Filme im Open-Air-Kino, die zwischen 151 und 585 Zuschauer sehen wollten – insgesamt konnten 1.726 Tickets verkauft werden. „Highlight war in diesem Jahr der Film „Simpel“, bei dem wirklich das gesamte Open-Air-Areal von Zuschauern belagert war“, zieht Annika Bollinger vom Kino Studio 17 Bilanz.

Am Jugend-KULT-Ufer traten insgesamt 25 Bands in der MOLKE-Muschel auf, dazu kamen noch die Auftritte auf dem SoundSofa an fünf Abenden. Außerdem bot die MOLKE die beliebte ALOA-Bar mit alkoholfreien Drinks und das MOLKE-Café, die Jugend-KULT-Werkstatt und das „IdeenReich“ sowie die Jugendinfo mit dem Thema „#Going abroad“. Allein im Bereich Jugend-KULT-Ufer tummelten sich täglich rund 1.010 Jugendliche und jung Gebliebene.

Auf der Aktionswiese standen an neun Tagen täglich 1.600 Plätze für Kinder und Jugendliche zur Verfügung, 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmerten sich um Kinder und Eltern, zeigten Spiele und betreuten Werkstätten, Theateraktionen und Musik. Aufgrund der Hitze setzte der Besucherandrang auf der Aktionswiese erst am späten Nachmittag ein – aber dann gab es auch Schlangen bei den besonders begehrten Aktionen, wie Werkstätten und natürlich Wasserspielen. 

Auch der Kunsthandwerkermarkt trotzte der Hitze: „Zwar hatten die Kunsthandwerker und Händler mittags beinahe täglich mit der großen Hitze zu kämpfen, dafür waren die Abendstunden deutlich frequentierter als in den Vorjahren“, sagt Florian Anger, verantwortlich bei der Stadt für Märkte und Veranstaltungen. Vor allem Kunsthandwerker, die leichte Bekleidung und Kopfbedeckungen verkauften, profitierten durch die Wetterlage und verbuchten Rekordumsätze. Etwas schwerer hingegen taten sich Beschicker mit Artikeln, für deren Verkauf größerer Beratungsaufwand notwendig war. „Doch auch von diesen höre ich, dass die Umsätze trotz der Wetterlage mindestens auf gleichem Niveau mit dem Vorjahr liegen“, so Anger.

Insgesamt also: Eine positive Kulturufer-Bilanz 2018 – das Kulturufer 2018 war zwar heiß, aber geliebt wie eh und je. „Das Kulturufer hat mit diesem Festival mitten in der Stadt mit einem Programm von hoher Qualität und großer Vielfalt wieder viele Menschen erreicht“, betont Franz Hoben, stellvertretender Leiter des Kulturbüros.  „Es ist zum Treffpunkt für Jung und Alt, für Studenten und Familien, für Häfler und auswärtige Gäste geworden.“

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