Dienstag, 03. Juli 2018

Stadt schafft vier Defibrillatoren an

Gemeinsam mit dem Klinikum Friedrichshafen und der fachlichen Beratung durch Dr. Hansjörg Bauerle, Leiter der Sektion Elektrophysiologie (EPU) des Klinikums, hat die Stadt jetzt vier Defibrillatoren angeschafft und installiert. Dieses Projekt, das in den vergangenen Monaten umgesetzt wurde, nahmen Oberbürgermeister Andreas Brand und Johannes Weindel, Geschäftsführer des Medizin Campus Bodensee, nun symbolisch in Betrieb.
Von links: Johannes Weindel (Geschäftsführer des Medizin Campus Bodensee), Dr. Hansjörg Bauerle (Leiter der Sektion Elektrophysiologie (EPU) des Klinikum Friedrichshafen), Oberbürgermeister Andreas Brand und Jochen Wolf (Klinikdirektor des Klinikum Friedrichshafen)
Von links: Johannes Weindel (Geschäftsführer des Medizin Campus Bodensee), Dr. Hansjörg Bauerle (Leiter der Sektion Elektrophysiologie (EPU) des Klinikum Friedrichshafen), Oberbürgermeister Andreas Brand und Jochen Wolf (Klinikdirektor des Klinikum Friedrichshafen)

Neben dem Haupteingang des Rathauses am Adenauerplatz, dem Zeppelin Museum sowie den Eingangsbereichen zum Parkhaus „Altstadt“ und zum Parkhaus am See hängen künftig vier Defibrillatoren, die für jedermann öffentlich zugängig sind. Finanziert wurden die vier Geräte, die einen plötzlichen Herztod verhindern können, von der Zeppelin-Stiftung.

Jedes Jahr sterben immer wieder scheinbar gesunde Menschen beim Fußballspielen, Joggen, Schwimmen, Radfahren oder bei der Ausübung anderer Sportarten. In vielen Fällen wäre der frühe Tod vermeidbar gewesen. Erst im April wurde die Sportwelt vom Tod des belgischen Radprofis Michael Goolaerts erschüttert. In vielen Fällen wäre der frühe Tod vermeidbar gewesen. Durch solche Unglücksfälle wird der Öffentlichkeit das Problem des plötzlichen Herztods von jungen und älteren Menschen, die nicht unbedingt Sport treiben müssen, immer wieder bewusst.

„Es gibt bereits mehrere Defibrillatoren im Stadtgebiet. Allerdings sind die meisten nur während der Öffnungszeiten der Institutionen nutzbar. Die jetzt von der Zeppelin-Stiftung finanzierten Geräte sind rund um die Uhr nutzbar und können so zu jeder Tageszeit Leben retten“, erklärt Oberbürgermeister Andreas Brand.

Jochen Wolf, Klinikdirektor des Klinikum Friedrichshafen, ergänzt: „Trotz der guten notärztlichen Versorgung in der Region verstreichen im Notfall kostbare Minuten. Mit den Defibrillatoren können Laien die Erstversorgung bis zum Eintreffen der Rettungskräfte überbrücken“. Die Handhabung der lebensrettenden Geräte ist einfach und es braucht nur wenige Schritte. „Die vier Geräte sind in ihrer Bau- und Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet, denn sie erkennen ohne Zutun der Ersthelfer, ob eine Schockgabe notwendig und sinnvoll ist“, fasst Dr. Bauerle zusammen.

Die Benutzung der Geräte wird durch eindeutige Symbole erklärt. Außerdem wird die Erste Hilfe im Notfall durch eine Sprachförderung für Laien erklärt. Das Gerät kann somit nicht falsch bedient werden. Bei lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen kann man mit einem Defibrillator mittels Elektroschocks den normalen Herzrhythmus wieder herstellen. Die Energie, welche beim Schock abgegeben wird, wird ebenfalls vom Defibrillator bestimmt. Die Ersthelfer müssen nur auf die akustischen Anweisungen achten. Die schnelle Anwendung kann daher Leben retten.