Förderbudget Bürgerschaftliches Engagement

In Friedrichshafen werden aus verschiedenen Budgets zahlreiche Zuwendungsempfänger, darunter Kulturträger, Sportvereine, soziale Einrichtungen und viele weitere Institutionen und Vereine, gefördert – zumeist auf Basis einer institutionellen Förderung, also für den laufenden Betrieb.

Der Gemeinderat der Stadt Friedrichshafen hat darüber hinaus am 23. April 2018 einstimmig die Konzeption für das Förderbudget Bürgerschaftliches Engagement mit jährlich 200.000 Euro beschlossen. Mit dem Förderbudget Bürgerschaftliches Engagement wird explizit die Projektförderung innerhalb und außerhalb von Vereinsstrukturen ermöglicht. Gefördert werden Vereine, Gruppen, Initiativen oder Einzelpersonen, deren zur Förderung beantragten Projekte unabhängig von öffentlichen Institutionen gemeinnützig und überwiegend ehrenamtlich zur Bereicherung des Gemeinwesens und des Lebens in der Stadt beitragen, aus allen Bereichen des Bürgerschaftlichen Engagements und Sparten.

Dieses Förderbudget ist ein klares Bekenntnis zu Engagement und Ehrenamt sowie zu den Idealen einer Bürgergesellschaft, es fördert und wertschätzt die uneigennützige Beteiligung am Gemeinwesen. Die Konzeption ist so angelegt, dass vorbildliche Vorhaben und ergänzende Projekte in ihrer ganzen Vielfalt ermöglicht werden können.

Projektanträge können von eingetragenen Vereinen aber auch von Einzelpersonen oder Gruppen eingereicht werden. Ausgeschlossen von der Förderung sind öffentliche Einrichtungen (Leistungserbringer auf professioneller Ebene). Eine Kooperation der unabhängigen Antragsteller mit öffentlichen Einrichtungen ist jedoch möglich, zum Beispiel um deren Infrastruktur zu nutzen oder weitere Fördermittel zu akquirieren.

Die Projektideen sind in und für Friedrichshafen zu realisieren. Für Projekte über die Stadtgrenze hinaus müssen entsprechend weitere Geldgeber nachgewiesen werden, der Schwerpunkt sollte jedoch in Friedrichshafen sein.

Gefördert werden Projekte aus allen Sparten und Themen, wie Kunst und Kultur, Natur und Umwelt, Kinder und Jugend, Engagement mit sozialer Ausrichtung, digitales Engagement und weitere. Auf folgende Schwerpunkte legen wir Wert:

 

  • Förderung der Gemeinschaft / Infrastruktur in Quartier / Stadtteil / Ortschaft / Sozialraum,
  • Projekte mit nachhaltigem Charakter, zum Beispiel Umgang mit Ressourcen und Belange zukünftiger Generationen,
  • Projekte im Sinne von Inklusion, wie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, Konzeptionen zur Beteiligung von Menschen mit Behinderung und weitere,
  • bestimmte Generationen berücksichtigende und Generationen übergreifende Vorhaben,
  • Konzepte, die sich den Folgen der demographischen Entwicklung widmen und bestimmte Lebenslagen berücksichtigen,
  • Projekte zur Förderung des Engagements und zur Stärkung der Gemeinwesenverantwortung.

Gefördert werden außerdem einmalige Unterstützungsleistungen zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit von Vereinen und Gruppen, zum Beispiel:

  • Übernahme von Kosten für externe Fachleute für Öffentlichkeitsarbeit (Internet-Auftritte, Flyer),
  • für Rechtsberatung, zum Beispiel für Fragen zur Vereinsgründung, Gemeinnützigkeit, Steuerrecht, Haftung,
  • für die Weiterentwicklung eines Vereins / einer Gruppe, zum Beispiel Coaching, Supervision, Teilnahme an Fortbildungen und Tagungen,
  • für Anerkennungsaktionen.

Der Höchstbetrag für eine Projektförderung beträgt 10.000 Euro. Unterstützungsleistungen werden entsprechend angemessen durch Vorlage von Vergleichsangeboten bewilligt.

Ein Komitee entscheidet über die Bewilligung der Projektanträge. Es besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderats, des Jugendparlaments, der Bürgerschaft, der Wissenschaft sowie der Verwaltung. Das Komitee tagt zweimal im Jahr.

Mitglieder aus der Wissenschaft:

  • Professorin Irmgard Teske, Hochschule Ravensburg-Weingarten a.D. (Fachbereich: Psychologie, Methoden der Sozialen Arbeit, Arbeit mit Ehrenamtlichen/Bürgerschaftlich Engagierten u.w.)

Freiwillig engagierte Bürger:

  • Wolf-Michael Dieter, ehrenamtliche Mitarbeit in der Fahrradwerkstatt seit Gründung 2015 und weitere Engagements

Mitglieder aus dem Gemeinderat:

  • Stadträtin Magda Krom, Vertreterin der CDU-Gemeinderatsfraktion
  • Stadträtin Angelika Drießen, Vertreterin der Fraktion der Freien Wähler
  • Stadtrat/Ortschaftsrat Dr. Wolfgang Sigg, Vertreter der Fraktion der SPD
  • Stadträtin Regine Ankermann, Vertreterin der Fraktion der Grünen

Mitglieder aus dem Jugendparlament:

  • N.N.

Mitglieder aus der Verwaltung:

  • Oberbürgermeister Andreas Brand, vertreten durch Alexandra Eberhard (Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung)
  • Bürgermeister Andreas Köster, ggf. vertreten durch Yalcin Bayraktar (Amt für Soziales, Familie und Jugend) oder Reinhard Friedel (Amt für Bildung, Betreuung und Sport)

Ihren Antrag senden Sie bis spätestens 22. Februar 2019 an:

Stadt Friedrichshafen
Büro des Oberbürgermeisters
Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement
Alexandra Eberhard
Adenauerplatz 1
88045 Friedrichshafen

Antragsstellung

Wir freuen uns über Ihre Ideen und Projektanträge und bitten Sie, die Rahmenbedingungen sowie Antrags- und Nachweisformular gründlich zu lesen. Falls dann noch Fragen offen sind, wenden Sie sich an die Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Friedrichshafen: Alexandra Eberhard.

Kontakt

Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement
Adenauerplatz 1
88045 Friedrichshafen
Tel. +49 7541 203-1006

https://www.engagement.friedrichshafen.de/
Informationen & Öffnungszeiten
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