Schule trifft Rathaus

Schüler diskutieren mit Bürgermeistern im Großen Sitzungssaal

Die Welten können unterschiedlicher kaum sein: Das Leben eines Bürgermeisters, der oftmals nach Kompromissen suchen muss und immer auch die andere Seite im Blick haben muss. Und auf der anderen Seite Acht- und Neuntklässler, die Ideen haben, die schnell umgesetzt werden sollen.

Mit dem Projekt „Schule trifft Rathaus“ will die Landeszentrale für politische Bildung den Jugendlichen Einblicke in die Kommunalverwaltung geben und Wege aufzeigen, wie sie ihre Stadt mitgestalten können. Kommunalpolitische Entscheidungen betreffen, häufig sogar noch konkreter als die Entscheidungen der Landes- oder Bundespolitik, die Menschen, die in einer Stadt leben. Dennoch wissen viele Schülerinnen und Schüler nur wenig über die Politik vor Ort. Es ist ihnen nicht bewusst, dass sie selbst darauf Einfluss nehmen können, ihre Stadt mitzugestalten. Das soll durch „Schule trifft Rathaus“ verändert werden.

An drei Aktionstagen waren Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Ludwig-Dürr-Schule und der 8. Klassen des Graf-Zeppelin-Gymnasiums und des Karl-Maybach-Gymnasiums im Großen Sitzungssaal des Rathauses, um über die Kommunalpolitik und ihre Vorstellungen und Wünsche zur Stadt mit Bürgermeister Dieter Stauber, Erstem Bürgermeister Fabian Müller und Vertretern des Jugendparlaments zu diskutieren. Dabei lernen sie auch die Beteiligungsmöglichkeiten in der Kommune kennen.

Erster Bürgermeister Fabian Müller und Bürgermeister Dieter Stauber standen den Jugendlichen gerne für Fragen zur Verfügung. Denn für die Stadt ist es wichtig, die Meinung der Jugendlichen zu hören und mit ihnen über ihre Vorstellung einer lebenswerten Stadt zu sprechen. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Jugendparlaments nahmen an den Aktionstagen im Rathaus teil, um mehr über die Ideen der Jugendlichen zu erfahren.

Die Jugendlichen sprachen ganz unterschiedliche Themen an. Besonders wichtig war ihnen die Aufwertung der Innenstadt und des Uferbereichs. Sie möchten mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und dass die öffentlichen Plätze nachhaltiger und attraktiver gestaltet werden. Der Wunsch nach mehr attraktiven Shopping-Angeboten für Jugendliche wurde ebenfalls geäußert wie der Ausbau der Busangebote mit besseren Verbindungen und Vergünstigungen für Jugendliche. Auch mehr attraktive Bewegungs- und Sportmöglichkeiten, die Gestaltung der Schulhöfe, WLAN und verbesserte digitale Endgeräte standen bei den Jugendlichen ganz oben auf dem Wunschzettel.

Nach der Corona bedingten zweijährigen Pause war es jetzt wieder möglich, dass sich die Jugendlichen aus mehreren Schulen mit den politischen Vertretern der Stadtverwaltung trafen.