Statement Oberbürgermeister Andreas Brand:
Warum brauchen wir den Ausbau der B 31?
Wir brauchen eine schnelle und wirksame Entlastung und den baldigen Baubeginn für die B 31! Wir erwarten und fordern ein klares Ja von Stuttgart und Berlin zum Neubau der B 31- verbunden mit einer verbindlichen Finanzierungszusage!
Lärm, Abgase, Gestank und immer mehr LKWs beinträchtigen die Lebens- und Wohnqualität tausender Bürgerinnen und Bürger entlang der jetzigen B 31.
Die Messe- und Industriestadt, der Wirtschafts- und Tourismusstandort Friedrichshafen, die Menschen in Friedrichshafen und der Region - wir alle brauchen endlich eine vernünftige und leistungsfähige Verkehrsanbindung Richtung A 81!
Stellungnahme von OB Brand nachdem die Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision vom BVerwGericht abgelehnt wurde und die Planfeststellung Rechtskraft erlangt hat (20.05.2010):
„Jetzt reicht es nicht mehr, sich hinter dem schmalen Schatten fehlender Rechtskraft zu verschanzen“, sagt Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand in einer ersten Stellungnahme. „Ausbauen statt Ausreden“ sei jetzt angesagt. Bloße Beteuerungen für eine der am stärksten vom Straßenverkehr belasteten Regionen reichten nicht mehr aus. „Wir wollen Taten sehen“, appelliert der OB an die Politik, die Finanzierung der B31-neu so schnell wie möglich sicherzustellen. Jetzt am Bundesfernstraßenbau zu sparen, sei das falsche Signal. „Ich kann nur an die Einsicht von Finanzminister Schäuble appellieren, den Süden der Republik nicht leer ausgehen zu lassen“, sagt Brand. Er ist sicher, dass der politische Druck wächst und das Thema B 31 beim kommenden Landtagswahlkampf in der Region eine wichtige Rolle spielen wird.
Statement von Dietmar Philipp - Tourismus-Direktor und Leiter des Graf-Zeppelin-Hauses Friedrichshafen:
"B 31 neu – jetzt … für die Zukunft unserer Stadt und unserer Region!"
Der Tourismus ist in Friedrichshafen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mit jährlich über 500.000 Übernachtungen in gewerblichen Betrieben und rd. 2,8 Mio. Tagesgästen zählt Friedrichshafen zu einer der führenden Tourismusstädte am internationalen Bodensee. Durch den Tourismus sind im zurückliegenden Jahr fast 130 Mio. Euro zusätzlich generierter Umsätze entstanden. Der Tourismus hat in Friedrichshafen zudem eine große Bandbreite: vom Urlaubs-, Erholungs- und Tagestourismus, bis hin zum Business-, Messe- und Kongresstourismus. Die Tourismusformen in unserer Stadt haben aufgrund eines steten Ausbaus von tourismus-relevanten Infrastrukturen nicht nur eine positive Vergangenheit, sondern beste Zukunftsaussichten. Leistungsträger vor Ort sind äußerst innovativ und investitionsbereit. Die Entscheidung bei der Wahl nach einem Urlaubs- oder Kongressstandort hängt in Zukunft immer mehr von der bequemen, schnellen Erreichbarkeit und von guten Verkehrsverbindungen ab. Für die weitere touristische Entwicklung und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt und unserer Region sowie der Gewährleistung einer damit verbundenen Nachhaltigkeit, ist es daher äußerst wichtig, dass die B 31 neu äußerst zeitnah, eher heute als morgen, realisiert wird … und zwar für die Zukunft unserer Stadt und unserer gesamten Wirtschaftsregion.
Statement von Verbandsdirektor Wilfried Franke zur B 31 neu - Protestaktion
Die B 31 ist die Lebensader am Bodensee, ohne ihren Ausbau wird die Erfolgsstory „High-Tech im Garten Eden“ nicht weitergehen können. Nach allen bundesweiten Rankings der letzten Jahre werden der Region Bodensee-Oberschwaben beste Zukunftschancen bescheinigt. Eine weitere positive Entwicklung kann aber nur eintreten, wenn auch die Infrastruktur - in diesem Fall das Straßennetz - leistungsfähig ausgebaut werden kann. Dies gilt maßgeblich für die B 31 und auch die B 30.
Statement von Thomas Goldschmidt - Geschäftsführer Stadtmarketing Friedrichshafen GmbH zum Ausbau der B31:
Die Lebensadern müssen groß genug sein
So wie Arterien frei und groß genug sein müssen um den menschli-chen Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, so müssen auch die Verkehrsadern in der Region Friedrichshafen leistungsstark sein. Die örtliche Wirtschaft, Tourimus und Einzelhandel sind auf richtig dimensionierte Verkehrsverbindungen angewiesen; diese sind momentan aber in Friedrichshafen nicht vorhanden, denn das Straßennetz ist hoffnungslos überlastet. Dadurch droht der Wirt-schaft in der Region irgendwann einmal die Luft wegzubleiben. Daher brauchen wir die B31 NEU sofort!
Statement Hans-Georg Härter - Vorstandsvorsitzender ZF Friedrichshafen AG:
ZF hat allein in den Jahren 2007 und 2008 rund 250 Mio. € in den Ausbau seiner Werke in Friedrichshafen investiert und damit ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und zum Standort Friedrichshafen abgelegt. Diese Stärkung des Standorts funktioniert aber nur im Zusammenspiel von Unternehmen und öffentlicher Hand. Produktion bedeutet Beschäftigung. Produktion bringt aber auch zusätzlich Lieferverkehr und zusätzliche Transporte von und nach Friedrichshafen mit sich. Die Politik ist gefordert, diesem wirtschaftlich sinnvollen und notwendigen Verkehr mit der Bereitstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur Rechnung zu tragen. Nur dann lassen sich die heute üblichen just-in-time- oder just-in-sequence-Lieferungen zuverlässig bewerkstelligen – eine ausgebaute B 31 ist daher ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für die ganze Wirtschaft in der Bodenseeregion.
Statement von Benedikt Otte - Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Bodenseekreis
Eine der Aufgaben der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH ist es, die Unternehmen des Landkreises auf vielfältige Art und Weise zu unterstützen und so einen Beitrag zum Erhalt bzw. Ausbau der Wirtschaftskraft des Landkreises zu leisten.
Bei den bereits ansässigen Betrieben ist immer wieder wahrzunehmen, dass unsere schlechte Verkehrsinfrastruktur ein großes Handicap ist. Sie kostet die Unternehmen Zeit und Geld und schwächt ihre Wettbewerbsfähigkeit. Vor allem die Messe und der Flughafen, zwei für die Region sehr wichtige Unternehmen, sind wie keine anderen von guter Erreichbarkeit abhängig und somit auf eine bessere Verkehrsanbindung angewiesen, um sich festigen und wachsen zu können. Für die Ansiedlung neuer Unternehmen und die damit verbundene Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region stellt die vorhandene Infrastruktur ebenfalls ein großes Hindernis dar. Deshalb steht die Dringlichkeit, die Infrastruktur zu verbessern, außer Frage. Es gilt, jetzt alle Kräfte zu mobilisieren, damit die B 30 und B 31 sowie die Elektrifizierung der Südbahn so schnell wie möglich umgesetzt werden.
Die Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH ruft alle Menschen unserer Region auf, sich an dieser Protestaktion zu beteiligen. Auch die WFB wird bei Ihren Veranstaltungen bis zum 24. April auf die Protestaktion aufmerksam machen und die Unterschriftskarten verteilen.
Trassenverlauf [PDF: 10,6 MB]
Resolution der IHK vom
25. Juni 2009 [PDF: 23 KB]
Projektbeschreibung und Beurteilungskriterien [PDF: 211 KB]
Projektbeschreibung und Beurteilungskriterien [PDF: 1,4 MB]