Nach dem Vorbild der Stadt Lindau werden sie künftig mithelfen, unerlaubte Aktivitäten im geschützten Uferbereich zu unterbinden. Anita Wenger, Roland Stärr und Friedemann Mauthe sind die ersten drei Naturwarte in Friedrichshafen.
„Ich freue mich über dieses freiwillige Engagement der Fischbacher Bürger, die sich als Naturwarte für den schützenswerten Uferbereich in Fischbach einsetzen“, betonte Oberbürgermeister Josef Büchelmeier. Er, so Büchelmeier weiter, bedanke sich bei den ehrenamtlichen Naturwarten herzlich für ihren Einsatz.
Ab sofort werden Anita Wenger, Roland Stärr und Friedemann Mauthe im geschützten Uferbereich präsent sein und die Menschen auf unerlaubte Aktivitäten aufmerksam machen. Damit wird zum einen ein verbesserter Schutz des Uferbereichs erreicht. Zum anderen setzt die Arbeit der drei Naturwarte ein Zeichen, dass jeder am Schutz der Natur interessierte Bürger sich aktiv einsetzen kann.
Angeregt wurde der „Naturwart“ von der Fischbacher Runde. Zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Bodenseekreis und der Stadt Friedrichshafen wurde nun der Rahmen für den Einsatz der Naturwarte abgesteckt. Bei einer ersten Begehung informierten Dr. Tillmann Stottele von der städtischen Umweltabteilung und Carmen Kiefer von der Unteren Naturschutzbehörde die Naturwarte über die rechtlichen Grundlagen ihrer Arbeit.
Die Naturwarte sind mit einem Ausweis der Stadt Friedrichshafen ausgestattet, der deutlich macht, dass sie von der Stadt beauftragt sind, die Einhaltung von Bestimmungen zum Schutz der Natur und Landschaft zu überwachen. Verstöße gegen diese Bestimmungen werden von ihnen zunächst festgestellt und nach Möglichkeit verhütet bzw. unterbunden. Die Naturwarte werden künftig die Nutzer des Uferbereichs über den Wert und die Empfindlichkeit der dort vorhandenen Pflanzen und Tiere aufklären, auf mögliche Verfehlungen hinweisen und sie bitten, diese zu unterlassen. Dazu gehören zum Beispiel das Führen von Hunden ohne Leine oder das Campen oder Grillen in den geschützten Bereichen. Wenn nötig werden die Naturwarte die Polizei oder die städtischen Vollzugsbediensteten hinzuziehen.
Die Naturwarte erhalten für ihre ehrenamtliche Arbeit eine Aufwandsentschädigung. Unterwegs sein werden sie in den Monaten Mai bis August mit besonderem Augenmerk auf die Abendstunden der Sommerwochenenden. Sie werden die Vorkommnisse in einem Einsatzprotokoll festhalten und in regelmäßigen Abständen mit den zuständigen Stellen im Rathaus besprechen.
Die Fischbacher Runde ist überzeugt, dass durch die Naturwarte die erkennbaren Erfolge der städtischen Besucherlenkungsmaßnahmen in der sensiblen Uferzone weiter unterstützt werden.
Bildunterschrift:
Von links: Anita Wenger, Dr. Tillmann Stottele, Leiter der städtischen Umweltabteilung, Roland Stärr, Friedemann Mauthe und Carmen Kiefer, von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Bodenseekreis
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