Friedrichshafen – Durchschnittlich erhalten Stadt und Landkreis im Monat 30 Anliegen und Anregungen von Bürgern über die Online-Plattform „Sag’s doch“. Der neue Service, der seit September 2011 angeboten wird, macht es den Bürgerinnen und Bürger möglich, schnell und unkompliziert Kontakt zur Stadt aufzunehmen. Und davon machen sie gerne Gebrauch.
Bisher gingen rund 150 Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern bei der Stadt und beim Landratsamt ein. Die Anliegen und Hinweise sind vielfältig: Sie reichen von Meldungen zu defekten Straßenlaternen oder vollen Hundetoiletten bis hin zu Anzeigen über Vandalismus. Durch die Hinweise können Stadt oder Landkreis schneller reagieren und die Schäden beheben. Oft melden die Bürger Verkehrsverstöße wie überhöhte Geschwindigkeiten in Wohngebieten, Falschparker oder zu geparkte Kreuzungsbereiche. Auch das Thema Verkehrssicherheit hat eine hohe Bedeutung. Hier bitten die Bürger um Prüfung, ob Spiegel an unübersichtlichen Einfahrten angebracht oder Querungshilfen über Straßen eingebaut werden können. Diese Anliegen werden auf die Möglichkeit der Umsetzung geprüft und die Bürger informiert.
Andere Bürger nutzen „Sag’s doch“, um ganz konkrete Ideen vorzubringen. So war der Gedanke eines Bürgers, auf den Ortsschildern der Stadt den Zusatz „Universitätsstadt“ anzubringen. Diese Idee wurde aufgegriffen. An den Einfahrtsstraßen aus Richtung Lindau, Meersburg und Ravensburg werden die Ortsschilder demnächst geändert. Gerade in der jetzt endenden Weihnachtszeit kamen Fragen „Warum brennt die Weihnachtsbeleuchtung schon so früh? oder Warum wurde in diesem Bereich keine Weihnachtsbeleuchtung angebracht?“.
Viele Bürger machen sich über „Sag’s doch“ Gedanken zu den Ampelregelungen, zu Radwegen, zu Bushaltestellen oder zur Straßenbeleuchtung. Hier werden teilweise sehr konkrete Anregungen gegeben, die von den Mitarbeitern der Verwaltung überprüft werden. Die meisten Anregungen sind direkt an die Stadt Friedrichshafen und nur wenige an das Landratsamt Bodenseekreis gerichtet.
Sag’s doch“ macht es möglich, die Anliegen und Ideen unabhängig von der Uhrzeit und dem Ort, an dem man sich gerade befindet, über das Internet auf den Weg zu bringen und zu verfolgen, was damit geschieht. Und das an 365 Tagen im Jahr. Dabei handelt es sich um eine zentrale Plattform für alle Anliegen, unabhängig davon ob sie an das Landratsamt oder an die Stadt gerichtet sind. Sie kann auch über die Internetseiten von Stadt und Landkreis angewählt werden.
Die Bürger schätzen dieses Angebot, unkompliziert mit dem Rathaus oder dem Landratsamt Kontakt aufnehmen zu können und zu sagen „wo der Schuh drückt“. Man muss nicht wissen, welches Amt dafür zuständig und ob das Rathaus geöffnet ist. Vielmehr verspricht „Sag’s doch“ eine abschließende Antwort innerhalb von zehn Tagen. Wenn dies nicht möglich ist, gibt es eine Zwischennachricht aus der ersichtlich ist, welche Punkte der Anfrage noch ungeklärt sind und wann mit der abschließenden Antwort gerechnet werden kann.
Sag’s doch ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu noch mehr Bürgerservice und Transparenz. Damit ist es möglich, dass die Bürger schnell und zu jeder Zeit ihre Anregungen, Wünsche oder Beschwerden an die Stadtverwaltung weitergeben können. Die Anliegen werden zentral bearbeitet und informieren über den jeweiligen Bearbeitungsstand online. Voraussetzung für die Veröffentlichung ist, dass der Adressat des Anliegens einverstanden ist, die Themen von öffentlichem Interesse sind und keine Einwände aus datenschutzrechtlichen Gründen vorliegen. Entwickelt wurde es im Rahmen eines T-City-Projektes gemeinsam mit der Deutschen Telekom.
Sag’s doch kann auch mobil durch Android-Apps über das Handy genutzt werden. Derzeit arbeiten Stadt und Landkreis an der Weiterentwicklung der derzeitigen Version. Die Version 2.0 soll im Februar starten und eine so genannte „Voting-Funktion“ haben. Einzelnen Anliegen kann so noch mehr Nachdruck verliehen werden.
Und so geht’s!
Im Internet unter www.sags-doch.de oder per sags-doch-APP gibt der Bürger sein Anliegen ein. Mit dem Absenden des Anliegens beginnt die Zehn-Tages-Frist des Serviceversprechens für die Bearbeitung des Anliegens. Das System selbst überwacht die Einhaltung der Bearbeitungsfristen und erinnert per Mail daran, wenn die Frist abläuft. Der Sachbearbeiter bearbeitet und beantwortet das Bürger-Anliegen direkt im System. Erst wenn das Anliegen vollständig bearbeitet ist und eine abschließende Antwort an den Einsender verschickt wurde, wird das Anliegen von der Verwaltung archiviert. Öffentliche Anliegen sind dann im Portal auch nach der Archivierung mit dem Status „abgeschlossen“ sichtbar. Erster Ansprechpartner bei Fragen ist das gemeinsame Service-Center von Stadt und Kreis, das unter der einheitlichen Behördenrufnummer 115 erreichbar ist.
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