Schlussspurt beim VfB Friedrichshafen: In der letzten Woche des Jahres ist der Deutsche Meister abermals im DVV-Pokal gefordert. Am Dienstag, 27. Dezember um 19.30 Uhr, kämpft das Team von Trainer Stelian Moculescu in Moers um den Einzug ins Finale des DVV-Pokals. Nach dem 3:1-Sieg über Remat Zalau (Rumänien) in der 2012 CEV Volleyball Champions League erhoffen sich die Häfler Volleyballer auch gegen die Traditionsmannschaft aus Nordrhein-Westfalen einen klaren Erfolg
Friedrichshafen (rep). Das Jahr 2011 neigt sich langsam aber sicher seinem Ende entgegen. Für den VfB Friedrichshafen war es in sportlicher Hinsicht ein Jahr mit zahlreichen Höhen und Tiefen. Doch bevor das neue Jahr beginnt, ist das Team vom Bodensee nochmals auf nationaler Ebene gefordert. Am Dienstag, 27. Dezember (19.30 Uhr), stehen sich der VfB und der Moerser SC im Halbfinale des DVV-Pokals gegenüber. Wer dieses Duell für sich entscheiden kann, darf am Sonntag, den 4. März 2012, am Pokalfinale in Halle/Westfalen teilnehmen.
Das Halbfinale im DVV-Pokal steht in dieser Saison ganz im Zeichen der beiden Traditionsklubs aus Friedrichshafen und Moers. Zahlreiche historische Pokalduelle zwischen diesen beiden Teams lassen in diesem Jahr auf einen heißen Tanz in der RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr hoffen. Unvergessen sind die Pokalfinals 2006 und 2007, welche beide der VfB für sich entscheiden konnte. Auch im Viertelfinale im Jahr darauf unterlag der MSC dem späteren Pokalsieger vom VfB. Insgesamt 16 Mal schaffte das Team vom Bodensee bislang den Sprung ins Halbfinale, elf Mal davon kamen sie auch ins Finale – ein zwölftes Mal soll dieses Jahr hinzukommen.
„Wir wollen die bisherige Leistung im Dezember auch so fortsetzen“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu. Außenangreifer Idi, der 2008 zusammen mit Kapitän Joao José den vorerst letzten Pokalsieg des VfB holen konnte, will unbedingt ins Finale. „Wir müssen gewinnen, egal wie“, so Idi. „Es ist ein persönliches Ziel, dorthin zu gelangen und zu siegen.“
Insgesamt zehn Mal, und damit so oft wie kein anderes Team in Deutschland, konnte der VfB den Wettbewerb des Deutschen Volleyballverbandes gewinnen. In den vergangenen drei Jahren kam jedoch kein weiterer Pokaltitel hinzu, da Generali Haching drei Mal in Folge diesen Wettbewerb gewann. Besonders bitter in Erinnerung geblieben ist den Häflern die Finalniederlage im Jahr 2010, als der VfB den Bayern knapp mit 2:3 im Gerry-Weber-Stadion in Halle unterlag. Sieben der VfB-Spieler, die im Vorjahr im VfB-Kader standen, sind auch dieses Jahr wieder im Aufgebot des VfB. Thilo Späth, Oliver Venno, Milos Vemic, Joao José, Juraj Zatko, Nikola Rosic und Marcus Böhme brennen darauf, sich für diese Niederlage zu revanchieren – und dafür muss zunächst der Moerser SC bezwungen werden.
„Das wird ein schwieriges Spiel für uns“, sagt José. „In der Liga haben sie uns fünf Sätze abverlangt und ich erwarte nicht, dass es jetzt einfacher wird.“ Auch Trainer Moculescu weiß um die Qualität des Moerser Teams. „Sie haben einen ausgeglichenen Kader mit einem guten Zuspieler und einem guten Außenangreifer.“
Der Gegner aus Moers braucht sich als zweifacher Pokalsieger also nicht zu verstecken. In den Jahren 2006, 2007 und 2009 wurden die Nordrhein-Westfalen Vizepokalsieger und werden es dem VfB auch in dieser Saison alles andere als einfach machen. Im vierzigsten Pflichtspiel des laufenden Kalenderjahres geht es für die Häfler Volleyballer also um eine ernstzunehmende Herausforderung – der Pokalsieg 2012 steht beim VfB ganz weit oben auf der Wunschliste für das neue Jahr.
Die kommenden Spiele des VfB Friedrichshafen
27.12.2011 (19.30 Uhr) DVV-Pokal Halbfinale: Moerser SC – VfB Friedrichshafen
29.12.2011 (20.00 Uhr) BL: TV Bühl – VfB Friedrichshafen
07.01.2012 (19.00 Uhr) BL: Netzhoppers KW – VfB Friedrichshafen
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