Dabei gilt es für die Häfler, noch einmal die starke Leistung vom Hinspiel am vergangenen Mittwoch abzurufen und zudem erfolgreich der Grippewelle zu trotzen, die im Team um sich greift
Wenn die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen am Mittwoch (21. Dezember, 18 Uhr MEZ) im vierten Vorrundenspiel der 2012 CEV Volleyball Champions League bei Rumäniens Meister Remat Zalau antreten, ist die Ausgangslage im Grunde genommen ganz einfach: Gewinnen die Häfler mit 3:0 oder 3:1 und verliert Euphony Asse-Lennik (Belgien) tags zuvor mit 0:3 oder 1:3 gegen Zenit Kazan (Russland), stehen sie vorzeitig in der zweiten Runde.
„Natürlich ist das unser Ziel“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Aber es wird nicht einfach. Wir sind gefordert.“ Einerseits natürlich sportlich. Schließlich wäre ein Heimsieg für den aktuellen Gruppenvierten Zalau die wohl letzte Chance, doch noch die Vorrunde zu überstehen. Andererseits aber müssen die VfB-Akteure, die derzeit hinter Kazan auf dem zweiten Platz rangieren, erfolgreich der Grippewelle trotzen, die derzeit in der Mannschaft um sich greift.
Grippebedingt musste Zuspieler Nikola Jovovic bereits am Samstag beim Topspiel gegen Generali Haching passen. Die Reise in Zalaus Spielort Baia Mare trat er erst gar nicht mit an, so dass Juraj Zatko alleine als Regisseur des Häfler Spiels gefordert ist. Zudem steht hinter dem Einsatz von Libero Nikola Rosic ein Fragezeichen. Für ihn wäre mit Thilo Späth passender Ersatz an Bord. Auch Joao José, Matthew Denmark und Zoran Jovanovic sind grippebedingt angeschlagen. „Die Lage könnte besser sein“, sagt Moculescu. „Aber ich hoffe immer noch, dass alle, die hier sind, auch spielen können.“
Dass Zalau bezwungen werden kann, stellte der Deutsche Meister am vergangenen Mittwoch beim 3:0 vor heimischer Kulisse eindrucksvoll unter Beweis. Vor allem mit den Aufschlägen wurde die starke Annahme der Rumänen so unter Druck gesetzt, dass bei diesen ein variabler und schneller Spielaufbau kaum noch möglich war. „Wenn wir so spielen“, sagt VfB-Mittelblocker Marcus Böhme, „hat Zalau auch dieses Mal keine Chance“.
Dass dies aber nicht so einfach ist, bekamen Böhme & Co. schmerzvoll gegen Haching zu spüren. Zwar hatten die Häfler alle Chancen, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden, agierten aber letztlich mit zu vielen Höhen und Tiefen und mussten daher letztlich in die Niederlage einwilligen. „Wir dürfen nicht über Haching nachdenken“, sagt VfB-Außenangreifer Thomas Jarmoc. „Wir sollten einfach versuchen, noch einmal die gleiche Leistung zu zeigen wie am Mittwoch gegen Zalau.“
Werden Friedrichshafens Drei-Punkte-Sieg und Asse-Lenniks Drei-Punkte-Niederlage tatsächlich Realität, würden die beiden ausstehenden Vorrundenspiele in Belgien sowie zu Hause gegen Kazan zum Showlaufen, bei dem sogar der erste Gruppenplatz noch zu erreichen wäre. Für Moculescu Gedankenspiele, denen er traditionell nichts abgewinnen kann. „Das ist für uns zur Zeit nicht wichtig“, sagt er. „Wir müssen jetzt erst einmal schauen, dass wir noch einmal gegen Zalau gewinnen. Und das wird schon schwer genug.“
Public Viewing in der ZF Arena
Echte Champions-League-Atmosphäre in der ZF Arena: Wenn der VfB Friedrichshafen am Mittwoch (21. Dezember, 18 Uhr MEZ) auf Remat Zalau (Rumänien) trifft, können alle VfB-Fans beim Public Viewing die Partie live im Foyer der ZF Arena mitverfolgen. Um 17.30 Uhr öffnet die ZF Arena ihre Pforten für alle VfB-Fans, die das Spiel ihrer Mannschaft nicht verpassen wollen.
Die kommenden Spiele des VfB Friedrichshafen
27.12.2011 (19.30 Uhr) DVV-Pokal – Halbfinale: Moerser SC – VfB Friedrichshafen
29.12.2011 (20.00 Uhr) BL: TV Bühl – VfB Friedrichshafen
07.01.2012 (19.00 Uhr) BL: Netzhoppers KW-Bestensee – VfB Friedrichshafen
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