
Mit rund 500 Bürgerinnen und Bürgern war die Festhalle anlässlich des Neujahrsempfangs der Fischbacher Runde an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt.
„Wir sind gefragt mit unserem Einsatz und unseren guten Seiten, aber nicht mit unserer Wut.“ Als Anregung empfahl sie Paulus im Brief an die Römer: „Lass' dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse.“
Wende man dies auf das Zusammenleben von Menschen an, bedeute dies auch, nichts werde gut, wenn man nur auf andere zeige. Ändern könne man nur sich selbst. Lieben und Lachen wäre schon ein guter Anfang für das neue Jahr und das Motto für ein gutes Miteinander: „Nicht Wutbürger, sondern Gutbürger.“
Christian Stenzel, Vorsitzender des Leitungsteams der Fischbacher Runde, zitierte im gleichen Sinne die deutsche Rockband „Die Ärzte“: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“
Damit beschrieb er die Motivation und den Sinn der Fischbacher Runde. Da nicht einmal das Geld für die Planung der Ortsumfahrung Friedrichshafen-West vorgesehen sei und das Geld für die Umfahrung von Berlin kommen müsse, helfe das den Fischbachern nicht weiter. „Wir wollen, dass es hier vorangeht, und kein politisches Geplänkel“, so Stenzel. Deshalb habe das Leitungsteam mit dem Amt für öffentliche Ordnung probeweise Tempo 30 in der Nacht für die Ortsdurchfahrt Fischbach erreicht.
Zum Thema Verkehr auf der B 31 bemerkte er, dass die Lastwagen neuerdings in Hagnau des Nachts auf die linke Fahrspur wechseln würden, um den „Blitzern“ zu entgehen.
Weiterhin thematisierte er den seenahen Fußweg in Fischbach, wo in Richtung Friedrichshafen noch nicht viel passiert sei. Im westlichen Bereich werde sich in diesem Jahr wohl eine Lösung bieten, zumal durch den privaten Zuschuss eines Fischbacher Hoteliers und durch bürgerliches Engagement auch die notwenige Brücke über die Brunnisach gebaut werden könne. Weitere Themen stünden auf der Agenda. Als verdienter Bürger wurde Franz Schmid nicht als Schulleiter, sondern als Netzwerker, als Persönlichkeit, die Verbindungen schafft und diese pflegt, von Christian Stenzel ausgezeichnet.
Der Friedrichshafener Oberbürgermeister Andreas Brand betonte, dass Friedrichshafen bei der B 31 bereits in Vorleistung getreten sei und in diesem Jahr wohl ein weiterer Schritt auf dem langen Weg zur Verwirklichung getan werde. Auch das Thema Thermalbad sprach Brand an: „Wir können bis heute keine präzise Antwort geben, es liegt an Herrn Eicher.“ Dieser wolle nach der Badesaison 2011 mit dem Bau beginnen.
(Quelle: Südkurier vom 25.01.2011)
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