
von links: Thomas Weiler (Stadtbauamt), Roland Roder
(Technischer Leiter des GZH), Erster Bürgermeister
Dr. Stefan Köhler, Dietmar Philipp (Tourismusdirektor)
Dann beginnt im Graf-Zeppelin-Haus, das im Oktober seinen 25. Geburtstag feiert, wieder die Kongress- und Veranstaltungssaison. In den acht Wochen werden rund 2,5 Millionen Euro für verschiedene Sanierungs-, Umbau- und Modernisierungsarbeiten ausgegeben.
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„Wir investieren in die Zukunft unseres Graf-Zeppelin-Hauses allein in diesem Sommer rund 2,5 Millionen Euro“, erklärte Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler bei einem Baustellenrundgang. Es ist schon beachtlich, dass in der Bauzeit von nur acht Wochen allein für die Elektroinstallationen rund 20 Kilometer Kabel verlegt werden müssen. Auch Tourismusdirektor Dietmar Philipp ist davon überzeugt, dass diese Investitionen in die Infrastruktur des Hauses sinnvoll und notwenig sind.
Am 19. September 2005 hatte der Gemeinderat den umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten zugestimmt. Seither wurden im ersten Bauabschnitt ein Lagerraum sowie einen behindertengerechter Aufzug im Foyer eingebaut. Im zweiten Bauabschnitt wurden die Medientechnik und Teile der Bühnentechnik erneuert. Die Kosten für diese beiden Bauabschnitte beliefen sich auf rund 2,2 Millionen Euro.
Im dritten Bauabschnitt werden derzeit die Tontechnik erneuert und die Kapitänszimmer modernisiert und mit einer Klimaanlage ausgestattet. Außerdem werden die Lichtdimmer ausgetauscht, die Toilettenanlagen in diesem Abschnitt saniert und ein Lager- und Sozialraum auf der Rückseite des Hauses angebaut. Der Anbau ist im Dezember 2010 bezugsfertig.
Nur 50 Arbeitstage sind für die umfangreichen Bauarbeiten eingeplant. „Wir müssen diese sehr kurze Bauzeit einhalten, da schon ab September wieder Veranstaltungen im Haus stattfinden“, so Thomas Weiler vom Stadtbauamt.
Abgeschlossen werden die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im kommenden Jahr. 2011 werden nochmals rund 3,6 Millionen Euro investiert. Dann wird der Hinterbühnentorbereich versetzt und erweitert, weitere Teile der Bühnentechnik und die Beleuchtungsanlagen erneuert, eine Bühnendrehscheibe eingebaut, der Orchestergraben umgestaltet und die Brandschutz- und Fluchttreppe neu gemacht. Insgesamt haben die Modernisierungsmaßnahmen für das Graf-Zeppelin-Haus einen Kostenrahmen von rund 8,5 Millionen Euro.
Diese Investitionen in die „gute Stube“ der Stadt lohnen sich für die Zukunft. Hatten die Planer Anfangs der Achtziger Jahre eine mögliche Anzahl von 600 bis 700 Veranstaltungen mit jährlich zwischen 150.000 und 175.000 Besuchern prognostiziert, so konnte diese Prognose in dem zurück liegenden Vierteljahrhundert deutlich überschritten werden.
Bis zum Jubiläum am 17. Oktober 2010 werden rund 32.000 Veranstaltungen mit etwa 7,2 Millionen Besuchern das Graf-Zeppelin-Haus genutzt haben. Hallen- und Tourismus-Chef, Dietmar Philipp, und sein Team setzen seit Jahren erfolgreich auf Kundenorientierung und Qualitätsservice. Dies verdeutlichen die positiven Ergebnisse der Kundenbefragungen bei größeren und überwiegend mehrtägigen Kongressen und Tagungen: Über die Hälfte der Befragten sind aufgrund einer Empfehlung Kunden geworden, 75 Prozent davon beabsichtigen wiederzukommen und 100 Prozent der Befragten wollen das GZH weiterempfehlen. Ein großes Lob an ein engagiertes und kompetentes Team. 2006 wurde das Graf-Zeppelin-Haus in den Kreis des deutschen Marketing-Netzwerkes "Congress Allianz" aufgenommen, einem Netzwerk von zehn deutschen Veranstaltungszentren, die sich aufgrund vergleichbarer Qualitätsstandards dem "Empfehlungsmarketing". Als Mitglied des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren (EVVC) war das Graf-Zeppelin-Haus im Jahr 1999 der erste Award-Gesamtpreisträger des EVVC, aufgrund der Realisierung und Umsetzung der Marketing-Konzeption mit außergewöhnlichen Serviceleistungen.
Weitere Informationen:
Entwurf, Planung, Projektkoordination:
K+H Architekten, Stuttgart, Prof. Dipl.Ing. Hans-Ulrich Kilian
Bauleitung:
Architekten Kienzle, Vögele, Blasberg, Friedrichshafen
Dipl.Ing. Uwe Blasberg, Dipl.Ing. Udo Kienzle
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