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Jugendliche bestimmen mit

2010 haben rund 4000 junge Menschen in Friedrichshafen die Möglichkeit, einen Jugendrat zu wählen. Erstmals wird ausschließlich online gewählt.


Wer kandidieren will, kann dies bis Mittwoch, 24. Februar tun.

In der Sitzung des Jugendratswahlausschusses am gestrigen Mittwoch wurden die Schülerinnen und Schüler Aylin Güvensoy, Hans Kusi und Haki Ademi als Beisitzer verpflichtet. Von Seiten der Stadtverwaltung gehören dem Wahlausschuss Gloria Piepka, Sachgebietsleiterin Wahlen, Frank Herrmann, Sachbearbeiter Wahlen, und Ralf Langohr, zuständig für den Jugendrat, an. Als letzter Termin für die Stimmabgabe wurde Donnerstag, 18. März, 16 Uhr, festgelegt. Die Wahl wird erstmals ausschließlich über das Internet erfolgen. Wer kandidieren will, kann dies bis Mittwoch, 24. Februar 2010 tun.

Grund für die Entscheidung, die Wahl online abzuhalten, war die zurückgehende Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren. Bisher war die Wahl ausschließlich per Briefwahl möglich. Die Idee zur Onlinewahl war Teil der E-Goverment-Strategie der Stadt Friedrichshafen, durch die immer mehr Angebote online abgewickelt werden sollen. Bei der Jugendratswahl soll durch ein attraktiveres Verfahren die Jugendlichen dazu motiviert werden, bei der Jugendratswahl mitzumachen.

Alle zwei Jahre sind etwa 4000 Friedrichshafener Jugendliche im Alter von 14 Jahren bis 20 Jahren aufgefordert, ihre Stimme abzugeben und ihre politische Vertretung zu wählen. Der späteste Termin für die Abgabe der Stimmen ist  Donnerstag, 18. März 2010 um 16 Uhr. Das vorläufige Wahlergebnis steht dann direkt nach 16 Uhr fest und kann im Internet abgerufen werden. Ab 16 Uhr wird das vorläufige Wahlergebnis im Rathaus bekannt gegeben.

Und so geht’s: Jeder wahlberechtigte Jugendliche kann die Kandidatenliste im Internet unter www.jugendrat-fn.de abrufen. In einem persönlichen Schreiben erhält er  zuvor seine persönliche TAN-Nummer zugeschickt, mit der er wählen kann. Das Programm stellt sicher, dass die Wahl geheim abgewickelt wird und dass jeder Wahlberechtigte nur einmal wählen kann. Nachdem er den Online-Wahlzettel abgeschickt hat, verliert die TAN-Nummer ihre Gültigkeit. 

Durch dieses System gibt es keine ungültigen Stimmzettel. Abgeschickt werden kann der Stimmzettel nur dann, wenn er gültig ist, das heißt nicht mehr als 20 Stimmen insgesamt und nicht mehr als drei Stimmen pro Bewerber vergeben worden sind. Jugendliche, die keinen Computer und keinen Internetzugang haben, können in der Schule bzw. im Jugendzentrum MOLKE von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Die Anzahl der zu vergebenden Sitze im Jugendrat wird 2010 von 25 auf 20 Mitglieder reduziert.  Die Verminderung der Sitze trägt der Tendenz Rechnung, dass in den letzten Jahren nicht nur die Wähler sondern vor allem die Zahl der Kandidaten geringer wurde. 

Mit einem Brief an alle in Frage kommenden Jugendlichen appelliert die Stadt im Januar, sich für die Stadt und die Altersgenossen stark zu machen. Diesem Schreiben werden ein Informationsblatt und ein Bewerbungsbogen beiliegen. Bewerbungen können aber auch formlos eingereicht werden. Sie müssen den Vornamen, den Zunamen, das Geburtsdatum und die Anschrift enthalten. Voraussetzung für die Kandidatur ist, dass die Jugendlichen länger als drei Monate in Friedrichshafen wohnen. Außerdem muss die Bewerbung persönlich unterschrieben sein. Kandidieren können Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren bis spätestens 24. Februar 2010. Dann müssen die Bewerbungen im Wahlamt im Rathaus am Adenauerplatz 1 vorliegen.

Alle sechs Wochen trifft sich der Jugendrat zu Sitzungen. Vertreter des Gremiums sitzen im Umweltausschuss und  im Ausschuss für Kultur und Soziales des Gemeinderates. Diese haben dort eine beratende Funktion, wenn es um Jugendthemen geht. Der Jugendrat gründet in der Regel verschiedene Arbeitskreise, die sich mit Schwerpunktthemen beschäftigen. Zum ersten Mal wählten die Jungen und Mädchen im Jahr 1990 den Jugendrat.

Auskünfte zur Jugendratswahl erteilen das Wahlamt, Telefon 07541 / 203 2170 oder 203 2180, oder Ralf Langohr vom Amt für Familie, Jugend und Soziales, Telefon 07541 / 203 3110.

 


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